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60 neue Schilder auf A 7

Tempo 130 statt 120 60 neue Schilder auf A 7

Seit Jahren galt auf vielen Abschnitten der Autobahn 7 zwischen Göttingen und dem Dreieck Salzgitter Tempo 120 – und zwar meist beschränkt auf die Zeit zwischen 6 und 20 Uhr. Das funktionierte gut, Klagen gab es nie.

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Neue Schilder: Wie hier bei Northeim gilt nun auf den zweispurigen Abschnitten der A 7 Tempo 130 statt 120.

Quelle: Pförtner

Göttingen/Northeim. Jetzt sind diese Schilder dennoch allesamt ausgetauscht worden, so zum Beispiel im Bereich Northeim. Ab sofort gilt dort stattdessen eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 130 Kilometer pro Stunde – ebenfalls meist zwischen 6 und 20 Uhr.

Warum dieser Aufwand dafür, dass man jetzt zehn Stundenkilometer schneller fahren darf?

In der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim bestätigt man den Vorgang zwar. So gelte jetzt auf allen zweispurigen Abschnitten der A 7 in Südniedersachsen Tempo 130 statt wie bisher Tempo 120, erklärt Heiko Lange, stellvertretender Leiter der Behörde gegenüber dem Tageblatt.

Das habe man für den eigenen Zuständigkeitsbereich auch umgesetzt und die Schilder ausgetauscht. Den Grund für diese Maßnahme könne er indes nicht nennen, erklärt Lange. Nur so viel: Die Anweisung komme von ganz oben aus dem niedersächsischen Verkehrsministerium, namentlich von Verkehrsminister Jörg Bode (FDP).

Das bestätigt dessen Sprecherin Anne Neumann: „Unser Haus hat im Juli eine entsprechende Anordnung gegeben.“ Ziel sei es, den Verkehrsfluss auf niedersächsischen Autobahnen zu verbessern. Das gelinge mit Tempo 130 auf vielen Abschnitten besser als mit Tempo 120. Auf der Autobahn 2 habe sich diese Maßnahme bereits bewährt. Jetzt werde auf allen anderen niedersächsischen Autobahnen „sukzessive“ nachgerüstet – natürlich aber nur dort, „wo es angebracht und verkehrsrechtlich möglich ist“, sagt Neumann.

In Südniedersachsen scheint das der Fall zu sein. Daher wurden laut Neumann zwischen Göttingen und dem Dreieck Salzgitter in den vergangenen Wochen etwa 60 Tempo-120-Schilder entlang der Autobahn 7 ausgetauscht. Kostenpunkt: rund 2300 Euro – plus Arbeitsstunden. Dass mit den Arbeiten allerdings ausgerechnet im Süden des Landes begonnen wurde, erscheint zumindest fragwürdig.

Denn die zweispurigen Abschnitte, an denen die Schilder jetzt laut Lange ausgetauscht wurden, sollen schon bald dreispurig ausgebaut werden – wie bei Göttingen zum Beispiel bereits geschehen. In diesem Fall müssten die neuen Verkehrsschilder natürlich wieder abgebaut werden, räumt Neumann ein.

Und noch etwas ist merkwürdig. So gilt auf dem bereits dreispurig ausgebauten Abschnitt zwischen Göttingen und Nörten-Hardenberg teilweise weiterhin Tempo 120 – obwohl das dem Verkehrsfluss, glaubt man dem Ministerium, gar nicht gut tut.

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Von Redakteur Andreas Fuhrmann

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