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Mit "sehr gutem Gefühl" zum Titel

Schützenfest in Göttingen Mit "sehr gutem Gefühl" zum Titel

Alle Schüsse sind ausgewertet, das Ergebnis steht fest: Die Bürger-Schützen-Gesellschaft von 1392 Göttingen hat seit Sonnabend ein neues Königshaus. Mit einem überraschenden Effekt erfuhren Teilnehmer des Schießens und Gäste die Platzierungen der treffsichersten Schützen.

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Das neue Königshaus der Bürger-Schützen-Gesellschaft.

Quelle: Niklas Richter

Göttingen. Als Oberschießmeister Rüdiger Fus sechs Vereinsmitglieder auf die Bühne bat, ahnten sie noch nicht, welchen Titel sie im neuen Königsjahr tragen. Die Schützen mussten Pakete öffnen, aus denen Luftballons schwebten. Auf den Luftballons standen ihre Positionen im neuen Königshaus.Neue Königin ist Angela Linne (SV Scharnhorst) mit 10,4 Ring, Kronprinzessin Andrea Dolle (SV Florian/10,2) und Prinzessin Sigrid Heimberg (SV Diana/10.1). Mit 10,6 Ring wurde Hans-Günther Müller (SV Niedersachsen) neuer König. Rolf Senczuk (SV 1924 Freihand/10,3) ist Kronprinz und Rolf Herbig (SV 1863) Prinz. Nach der Proklamation kamen viele Schützen und weitere Gäste vor die Bühne, um den Mitgliedern des Königshauses zu gratulieren.

625. Göttinger Schützenfest: Tanzabend

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 "Ich habe ein sehr gutes Gefühl gehabt", sagte der neue König nach seiner Proklamation. Für ihn sei das Schießen ein "Ausgleich zur stressigen Arbeit", betonte der 62-Jährige, der Super-Computer wartet und seit 18 Jahren aktiver Schütze ist. Auch Königin Linne berichtet von einem "guten Gefühl" nach dem Schießwettbewerb. Der 44-Jährigen gefalle auch das ganze Drumherum im Schützenverein, seit 32 Jahren sei sie Schützin.
Neue Schülerkönigin ist die 14-jährige Angelina Goebel vom SV Scharnhorst mit 9,1 Ring. Sie sei "ganz neu im Verein und beim Schützenfestschießen", berichtete Jugendschaffer Carsten Lüter. Die zweitbeste Schießleistung zeigte Moritz Klausner (SV 1924 Freihand /8,7) und die drittbeste Sarah Hoffmeister (SV Scharnhorst/7,3). 


Jugendkönig ist der 15-jährige Marc Langar (SV Niedersachsen/10,8) und damit ein früherer Schülerkönig, wie Lüter erläuterte. Langar setzte sich durch vor Hendrik Reinecke (SV Geismar 1848) und Alexander Kuska (SV 1924 Freihand).

Lob für das alte Königshaus

Zum Auftakt des Abends bedankte sich Oberschaffer Harald Grahovac beim bisherigen Königshaus sowie der alten Jugend- und Volkskönigin. "Ihr habt die Bürger-Schützen-Gesellschaft und somit das Schützenwesen in besonderem Maße repräsentiert", lobte er. Mit ihrem "Tun und Handeln" hätten sie "unsere Schützenidee weiter getragen".
Der bisherige König Rolf Senczuk sprach rückblickend von einem "ganz besonderen Königsjahr". Ein Höhepunkt sei die Fahrt im Cabrio während des Festumzuges gewesen. "Das war einmalig", meinte Senczuk. Auch die übrigen Mitglieder des alten Königshauses zogen eine positive Bilanz.Zwischen den Proklamationen und Ehrungen gab Musik den Ton an. "Die Eisenbrecher" sorgten mit ihren Interpretationen von Schlager-Klassikern und Pop-Kompositionen für Bewegung auf der Tanzfläche.

Feuerwerk lockt viele Besucher auf Schützenplatz

Blinkende Lichter, viele Geräusche und ein Mix aus süßen und herzhaften Düften: Das 625. Göttinger Schützenfest ist ein Volksfest mit Rummel. Dazu gehörte am Sonnabend zu später Stunde auch ein Höhenfeuerwerk.

Mit lautem Knall und farbenfrohen Effekten begann das Schauspiel. Raketen-Zischen, Sternenregen, leuchtende Fontänen und Böllergeräusche bestimmten die folgenden Minuten. Eine Vielzahl von pyrotechnischen Effekten sorgte für Staunen bei den Besuchern. Nach Ende des farbenfrohen Feuerwerks gab es kräftigen Beifall der Zuschauer. Dazu gehörten auch viele Besucher des Tanzabends im Festzelt, die nach einer entsprechenden Ankündigung von Oberschaffer Harald Grahovac auf den Platz gingen und erwartungsfroh gen Himmel blickten.

Vom Autoscooter über weitere Fahrgeschäfte bis zu Verpflegungsangeboten in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Spielmöglichkeiten reicht das Programm. Das Geschäft sei "schleppend" angelaufen, berichtete Platzmeister Hilmar Theile. Der Zuspruch im vergangenen Jahr sei größer gewesen. "Woran das liegt, das wissen die Götter", meinte Theile, der aber auch einen möglichen Grund benannte. So dürfte nach seiner Einschätzung der Regen am Freitagabend potenzielle Platzgäste vom Kommen abgehalten haben.

"Durch den Zeltbetrieb ist das Publikum hier älter als bei anderen Rummel-Veranstaltungen", schilderte der 66-Jährige seinen Eindruck. Wichtig sei das Feuerwerk, da es zusätzliche Besucher anlocke.

Anregung: Kinderfest und Handwerkertag

Damit das Göttinger Schützenfest noch attraktiver werde, regt Theile ein Kinderfest und einen Handwerkertag an. Dadurch würden zusätzliches Publikum auf den Festplatz kommen. Wichtig sei die Suche nach Sponsoren. Sie könnten dazu beitragen, das Programm im Festzelt und den Festplatz noch attraktiver zu gestalten. Zum Abschluss des 625. Göttinger Schützenfestes werde es am Montag, 17. Juli, besonders günstige Konditionen in allen Fahrgeschäften geben, kündigt Theile an.

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