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63-jähriger Rentner wegen Totschlags vor dem Göttinger Landgericht

Schuss auf Gast ein Unfall 63-jähriger Rentner wegen Totschlags vor dem Göttinger Landgericht

Der 63-jährige Rentner, der einen 57-jährigen Nachbarn im Streit mit einer Pistole erschossen haben soll, hat sich am Freitag vor dem Göttinger Landgericht zu der Tat geäußert. Der Mann aus Schwiegershausen bei Osterode ließ seinen Anwalt eine Erklärung verlesen, der zu Folge der Tod des Mannes ein Unfall gewesen sein soll.

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Der 63-jährige Rentner, der einen 57-jährigen Nachbarn im Streit mit einer Pistole erschossen haben soll, hat sich am Freitag vor dem Göttinger Landgericht zu der Tat geäußert.

Göttingen/Schwiegershausen. Angeklagt ist Totschlag. Anfang November vergangenen Jahres hatte der mit dem späteren Opfer gut befreundete Mann den 57-Jährigen zu einem Umtrunk mit einer Flasche Whisky eingeladen, führte auch die Erklärung aus.

Er selbst habe wegen der Einnahme starker Medikamente nach einem Schlaganfall nichts getrunken. Als der 57-Jährige betrunken gewesen sei, habe er seinen Gast aufgefordert zu gehen. Der aber habe sich geweigert. Schließlich habe er einen Stuhl ergriffen und dabei die Wohnzimmerlampe zertrümmert.

Als der Streit eskalierte, habe er seine im Wohnzimmer herumliegende Pistole an sich genommen, damit der 57-Jährige sie nicht habe ergreifen können. Bei der folgenden Rangelei habe sich ein Schuss gelöst, der den Gast jedoch verfehlt habe. Die Pistole habe er in Richtung Couch gehalten.

Nach einem zweiten Schuss „aus der Drehung heraus“ sei der 57-Jährige einige Schritte in Richtung Terrasse gegangen, wo er zusammengesackt und auf dem Bauch liegen geblieben sei. Zunächst habe er gedacht, sein Gast sei nur schwer betrunken, dann aber doch den Notarzt gerufen.

Der aber konnte den 57-Jährigen nicht mehr retten. Todesursache war ein Schuss in den Brustkorb mit folgendem hohen Blutverlust.

Vor der Gerichtsverhandlung am Freitag hatte das Gericht über die Verhandlungsfähigkeit des 63-Jährigen, eines früheren Sportschützen, entscheiden müssen. Nach zwei Schlaganfällen, den letzten in der Untersuchungshaft erlitten, erschien der Mann zur Verhandlung im Rollstuhl. Mit angemessenen Pausen sei der Rentner durchaus in der Lage, an der Verhandlung teilzunehmen, hatte ein Gutachter befunden.

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