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651 000 Besucher im Göttinger Badeparadies

Eintrittspreise bleiben 2015 trotz Steuererhöhung stabil 651 000 Besucher im Göttinger Badeparadies

Schlechtes Wetter ist gut für Hallenbäder – erst recht im Sommer. Auch das ist ein Grund für eine gute Jahresbilanz für das Göttinger Badeparadies: Etwa 651 000 Besucher hätten 2014 die Bäder und den Saunabereich genutzt, sagt Alexander Hirt, Prokurist der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF).

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Schlitterspaß mit großer Anziehungskraft: Auch weil die große Rutsche wieder frei gegeben ist, steigen die Besucherzahlen im Badeparadies.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Das seien etwa 14 500 mehr als im Jahr davor (636 500). Geplant und gebaut wurde das Badeparadies 1998 für 360 000 Nutzer. Ob sich die relativ hohe Gästezahl halten lässt, ist allerdings offen.

Weil Saunabetriebe nicht mehr steuerlich begünstigt sind, rechnet Hirt ab 2016 mit höheren Eintrittspreisen.

Vor allem die Spaß- und Schwimmbäder boomen. Alleine hier verzeichnet Hirt zum Jahresende 2014 etwa 553 000 Besucher inklusive Schüler und Vereinsschwimmer in den Lehrschwimmbecken. 2013 waren es nur 553 000. Diese Entwicklung überrascht den GöSF-Prokuristen nicht und er hat auch gleich drei Erklärungen: Zum einen wurde 2013 die große Rutsche saniert und war etliche Monate gesperrt – „das hat Besucher gekostet“.

Zum anderen war der Sommer 2014 „nicht so toll“. Manche Familie sei dann lieber ins überdachte Badeparadies gekommen, statt in ein Freibad zu gehen. Und schließlich sei im September ein neu gebautes Bewegungsbad für Behinderten- und Gesundheitssport eröffnet worden. Auch dessen Besucherzahlen wirkten sich aus.

Weniger gut entwickle sich der Saunabereich, so Hirt: 98 000 Besucher statt 100 457 im Vorjahr. Warum dieser Bereich nach mehrere Jahren über der 100 000-Marke schwächelt, sei unklar. Klar sei hingegen, „dass wir die Eintrittspreise für die Sauna in diesem Jahr definitiv nicht erhöhen werden“, so Hirt.

Damit hatten viele Saunagäste eigentlich gerechnet. Bisher unterlagen Saunen dem ermäßigten Mehrwertsteuer-Satz von sieben Prozent. Ab Jahresmitte müssen ihre Betreiber den Normal-Steuersatz von 19 Prozent abführen, damit steigen ihre Kosten. Um das aufzufangen, müssen sie Ausgaben reduzieren oder mehr Geld einnehmen. Von 15 Euro Eintritt für einen vierstündigen Saunabesuch führe das Badeparadies zurzeit einen Euro als Steuer ab.

Nach dem künftigen Satz müsste die GöSF 2,40 Euro für Steuern drauf schlagen, so Hirt. Ob das so kommt, sei noch völlig offen – „2015 aber ganz sicher nicht“.  

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