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68-Jähriger soll Patienten vergewaltigt haben

Landgericht Göttingen 68-Jähriger soll Patienten vergewaltigt haben

Ein 68-jähriger Patient eines psychiatrischen Krankenhauses in Göttingen muss sich seit Donnerstag wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung vor dem Landgericht Göttingen verantworten. 

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Göttingen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, im Dezember vergangenen Jahres einen 21-jährigen Mitpatienten auf dem Flur angesprochen und diesem in die Hose gefasst zu haben.

Erst als sich andere Personen näherten, habe er von ihm abgelassen. Laut Anklage soll er den 21-Jährigen dann unter einem Vorwand in sein Zimmer gelockt und dort gegen dessen Willen den Oralverkehr ausgeübt haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der 21-Jährige nicht altersgemäß entwickelt. Er sei kindlich naiv veranlagt, seine Verhaltensmuster entsprächen dem eines siebenjährigen Kindes.

Der 68-Jährige, der seit Februar in Untersuchungshaft sitzt, bestreitet die Vorwürfe. Tatsächlich habe er am Wochenende vor dem angeblichen Vorfall sexuellen Kontakt zu dem 21-Jährigen gehabt. Dabei habe es sich um eine „nichtssagende Fummelattacke“ gehandelt. Man habe sich in der Billard-Ecke „gegenseitig befummelt“. Danach habe es keinen weiteren sexuellen Kontakt gegeben, da der 21-Jährige sehr problematisch sei, sagte der Angeklagte. Der 21-Jährige sei einige Wochen vorher auf die Station gekommen und sei dort ständig „angeeckt“. Das Gericht hat für den Prozess fünf Verhandlungstage angesetzt.

Von Heidi Niemann

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