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Rennfeeling auf Plastikflitzern

74 Teilnehmer beim Groner Bobbycar-Rennen Rennfeeling auf Plastikflitzern

Enge Schikanen, Strohballen am Pistenrand, eine professionelle Zeitmessungen und begeistertes Publikum am Zieleinlauf: An der Groner Springmühle herrschte am Sonntag Formel-Eins-Feeling. 74 Fahrer in vier Klassen sind beim 9. Groner Bobbycar-Rennen gestartet - ein Teilnehmerrekord.

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Rasant den Berg hinunter: Groß und Klein haben sichtlich Spaß am Bobbycar-Rennen.

Quelle: Christina Hinzmann

Grone. Wenn die erfahrenen Piloten mit einigem Körpergewicht in fast gestreckter Rückenlage polternd die gepflasterte Piste herunterrasen und manche Strohballen an den etwa 25 Schikanen mitreißen, stockt den Zuschauern der Atem. „Am besten so wenig wie möglich lenken, nicht bremsen und die Ideallinie suchen“, erklärt Matthias Schwarz (28) seine Taktik nach seinem zweiten Durchlauf in gut 51 Sekunden. Auch sein Sohn Leon Redderhase ist voll aufs Rennen eingestellt, den Sturz mit eingerissener Hose hat er schnell weggesteckt: „Ich bin einfach aufgestanden und weitergefahren“, erzählt er. Vor allem die Mädchen unter den jüngsten Teilnehmern genießen eher eine langsame Fahrt bergab durch den Wald - aufrecht sitzend und die Füße immer bremsbereit über den Boden schleifend.

Immerhin sitzen sie bequem, während Jugendliche und Erwachsene ihre Beine irgendwie durch das kleine Lenkrad hindurch strecken müssen. Thorsten Stank stört das nicht: „Das ist einfach eine Gaudi“, ruft er noch, während er sich am Start als nächster durch die Lichtschranke schiebt. Er ist mit 41 Jahren einer der ältesten Piloten - und mit seinem Helm mit Irokesen-Bürste einer der auffälligsten.

74 Fahrer wagten sich in diesem Jahr mit ihrem eigenen oder vom Veranstalter gestellten kleinen Plastik-Flitzer auf die 400 Meter lange und teilweise recht steile Rennstrecke. Gewertet wird in vier Altersklassen. Erlaubt sind nur Original-Fahrzeuge von BIG (Bobbycar). Für lange Beine darf lediglich die Lenkstange verlängert werden. Vorgeschrieben ist eine funktionierende Hupe. Organisiert wird das Rennen vom Groner Schützenverein - und der hat am Ende außer großen Preisen für alle Teilnehmer eine Siegprämie parat.

Die Sieger

  • Kinderklasse bis 7 Jahre: Nico Jahn (1:05,27 Sekunden)
  • Kinderklasse bis 11 Jahre: Nicklas Grabe (0:51,40 Sekunden)
  • Jugendklasse bis 17 Jahre: Malte Giesler (0:45,85 Sekunden)
  • Offene Klasse ab 18 Jahre und zugleich Bahnrekord: Sascha Hubenthal (0:39,12 Sekunden) – ein Wiederholungssieger.
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