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751 Kleine und zwei echte Waffenscheine

Boomende Nachfrage 751 Kleine und zwei echte Waffenscheine

Der Trend, dass immer mehr so genannte Kleine Waffenscheine beantragt werden, hält weiter an: Das gilt zumindest für die Stadt Göttingen, teilt die Verwaltung mit. Im Jahr 2016 wurden 147 neue Lizenzen ausgestellt. Im gesamten Vorjahr waren es nur 26 Scheine.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Im Landkreis sieht es in der zweiten Jahreshälfte etwas anders aus, dort seien die Anmeldungen laut Sprecher Ulrich Lottmann gegenüber den ersten Monaten des Jahres "deutlich" zurückgegangen - dennoch seien insgesamt 751 Kleine Waffenscheine in Umlauf. Das ist ein weitaus größere Zahl als noch 2015. Damals waren es 19 Scheine - allerdings nur im alten Landkreis Göttingen.

Kein echter Waffenschein in Privatbesitz

Der Kleine Waffenschein berechtigt beispielsweise zum Tragen von Schreckschusswaffen. Echte Waffenscheine hingegen gibt es sowohl im Landkreis als auch in der Stadt nur vereinzelt. Im Jahr 2016 waren es in der Stadt lediglich drei Scheine, die alle im Besitz von Bewachungsunternehmen sind, so Detlef Johannson von der Verwaltung. „In Göttingen ist also kein echter Waffenschein in Privatbesitz“, sagt er.

Im Kreisgebiet sind es zwei Scheine. Waffen führen dürfen laut Lottmann Polizei, Zoll, Bundeswehr, Bewachungs- und Sprengunternehmen, gefährdete Personen oder Personenschützer. Jäger, Schützen und Waffensammler verfügen hingegen in der Regel über Waffenbesitzkarten. Diese berechtigen nicht dazu, in der Öffentlichkeit Waffen zu tragen.

16 310 Waffen im Landkreis Göttingen

In der Stadt Göttingen sind 7542 Waffen registriert, davon 4728 Lang- und 2814 Kurzwaffen. Auf Jäger entfallen davon 3742, auf Sportschützen 1383, auf Sammler 1381. Im Landkreis Göttingen sind 16 310 Waffen gemeldet, davon 8729 von Jägern, 3143 von Hobbyschützen und 4439 Sammlerwaffen. Im Jahr 2015 waren es etwa 12 300, allerdings noch ohne den Landkreis Osterode. Dazu kommen die Bestände in den Städten Duderstadt, Hann. Münden und Osterode.

Die Städte haben eigene Genehmigungsbehörden und geben ihre Daten direkt an das Nationale Waffenregister weiter.

Kleiner Waffenschein

Wer von den Waffenbehörden als zuverlässig eingestuft wird, erhält auf Antrag den Kleinen Waffenschein. Dieser ist erforderlich, um eine Schreckschuss-, Reizgas- und Signalwaffe zu kaufen und in der Öffentlichkeit tragen zu dürfen.

Die Antragsteller müssen volljährig sein, ein großes Führungszeugnis vorlegen und dürfen nicht strafrechtlich aufgefallen sein. Reizstoffsprühgeräte, umgangssprachlich häufig als Pfefferspray bezeichnet, dürfen ohne Kleinen Waffenschein mitgeführt werden, wenn sie das Siegel der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) tragen. bib

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