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76 Skelette von Mönchen gefunden

Ausgrabungsstelle an Alter Mensa 76 Skelette von Mönchen gefunden

Knochen, Scherben, Mauerreste: Bei der Ausgrabung an der Alten Mensa am Wilhelmsplatz haben Archäologen spannende Funde gemacht. Am Wochenende gab es für Besucher noch einmal die Möglichkeit, die Ausgrabungsstelle zu besichtigen.

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Quelle: spf

Göttingen. Beim ersten Termin für die Öffentlichkeit vor vier Wochen waren nach Angaben der Universität Göttingen über den Tag verteilt rund 600 Menschen in den kleinen Hof geströmt, wo derzeit gegraben wird. Die Funde waren bei Arbeiten an der Rückseite des Gebäudes ans Tageslicht gekommen. Die Universität saniert derzeit die Alte Mensa.

Die Ausgrabungsstelle hat sich gegenüber dem ersten Termin vor vier Wochen bereits deutlich verändert. Die Mitarbeiter des Göttinger Unternehmens Streichardt und Wedekind sind schon wieder ein ganzes Stück weiter. Auch die Zahl der gefundenen Skelette hat sich von damals rund 50 auf 76 erhöht. Es sei weiter davon auszugehen, dass es sich dabei um die Skelette von Franziskanermönchen halte, die dort bestattet worden seien, sagt Frank Wedekind.

Bislang seien dem Augenschein nach ausschließlich Skelette von Männern gefunden worden. Die Grabungsstelle befindet sich zudem in unmittelbarer Nähe zu dem ehemaligen Franziskanerkloster, das dort im Mittelalter vom 13. bis 16. Jahrhundert bestand.

Doch die Mitarbeiter des Grabungsteams machten auch weitere Funde. Aus der Zeit vor dem Kloster sei zum Beispiel Keramik-Geschirr entdeckt worden, das auf um 1200 datiert werde. Aus der Nachklosterzeit stammen laut Wedekind Mauerreste. Diese deuteten unter anderem auf ein kleines Gebäude aus dem 16. Jahrhundert hin, in dem vermutlich eine ärmere Familie gewohnt habe und zu dem ein winziger Keller gehört habe.

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