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8. Atommüllkonferenz in Göttingen

Arbeitsgemeinschaft Konrad 8. Atommüllkonferenz in Göttingen

Bei der 8. Atommüllkonferenz des Vereins Arbeitsgemeinschaft Konrad haben am Sonnabend, 6. Februar, rund 60 Teilnehmer in den Räumen der Volkshochschule Göttingen Osterode über Atomenergie und ihre Folgen diskutiert. Außerdem organisierten die Veranstalter Vorträge und Arbeitsgruppen zum Thema.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. „Es gibt viel mehr Atommüll in der Bundesrepublik als man denkt“, sagte Ursular Schönberger. Auf solche Themen will die Arbeitsgemeinschaft Konrad aufmerksam machen, erklärte das Mitglied des Vereins. So gebe es Aktionen wie die Atommüllkonferenz. Zum zweiten Mal sei die Veranstaltung in Göttingen, sagte Schönberger. Da die Teilnehmer „aus ganz Deutschland kommen“, sei die zentrale Lage der Universitätsstadt praktisch. „Die Atommüllkonferenz ist ein fachlich-politisches Forum“ für Betroffene und Akteure von den Standorten, an denen Atommüll liege oder an denen die Lagerung vorgesehen sei, erklärte Schönberger, die zusammen mit anderen Mitgliedern das Programm der Konferenz gestaltet hat.

Neben Arbeitsgruppen zu Themen wie „Zwischenlager: Was passiert mit dem hochradioaktiven Abfall beim Abriss?“ und „Gesellschaftliche Auseinandersetzung um Atommüll“ sowie anderen Diskussionen gab es auch einen Vortrag von Dr. Angelika Claußen. Unter dem Titel „30 Jahre Tschernobyl – 5 Jahre Fukushima“ berichtete die Ärztin, die im Verein Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs – Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) aktiv ist, über die gesundheitlichen Folgen der Katastrophen. Sie sei gerade aus Japan nach Deutschland zurückgekommen, berichtete Claußen. Dort habe sie die Gelegenheit gehabt, sich mit Betreuern der Betroffenen der Reaktorkatastrophen in Fukushima zu unterhalten. Diese sollen berichtet haben, dass nicht alle Aufräumarbeiter gleich gut geschützt seien. Für Angestellte von weit untergliederten Subunternehmen gebe es weniger Schutzausrüstung. Die Datenlage sei auch ein Problem. „Wo keine Daten erhoben werden oder verfälscht werden“, könne man die Realität auch nicht richtig untersuchen.

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