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8. Jahrgang der Göttinger IGS arbeitet mit Tablets

Unterricht nur noch mit I-Pad 8. Jahrgang der Göttinger IGS arbeitet mit Tablets

Das Projekt ist einmalig in Niedersachsen, nach Angaben der Schule wahrscheinlich in ganz Deutschland: Seit vier Monaten arbeiten alle 170 Kinder im 8. Jahrgang der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule (IGS) mit I-Pads.

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Schüler des 8. Jahrgangs an der IGS Göttingen mit ihrem i-Pad.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Ob in Mathe, Kunst oder sogar Sport, in fast allen Fächern kommen die flachen Tablet-PCs zum Einsatz – im Unterricht und zu Hause. Während andere Schulen PC-Räume aufrüsten und teure Whiteboards als Tafel-Ersatz kaufen, „sind wir schon weiter“, sagt Schulleiter Wolfgang Vogelsänger.

Und das kommt bei den Schülern gut an. „Na klar, macht das mehr Spaß als aus Büchern zu lernen“, sagt Conner Doherty, während sein schon professioneller Erklärfilm über die Französische Revolution auf dem großen TV-Monitor flimmert. Mit Jannis  Büschleb hat er den Film zu Hause produziert – am I-Pad. Und mit dem flachen Computer steuert jetzt seine Präsentation auf dem großen Flachbildschirm, den es in jeder Klasse gibt. Eigentlich ist Mathestunde: Die Schüler lernen Zinsrechnung und Tabellenkalkulation, natürlich an ihren I-Pads. „Grundlagen wie Kopfrechnen oder Formeln begreifen, könne sie immer noch besser auf Papier lernen“, sagt Mathe-Lehrerin Annegret Schneemann. Aber zum vertiefenden selbständigen lernen seien viele Apps (Programme) sehr gut geeignet.

„Und die gibt es meistens kostenlos“, schwärmt Vogelsänger. Vor der Entscheidung, die I-Pads einzusetzen „war uns wichtig, dass die Tischgruppen-Arbeit als Kernelement unseres IGS-Konzeptes nicht leidet“. Mit den I-Pads und Apps aber könnten die Schüler sogar noch besser gemeinsam an Projekten arbeiten: Die Geräte sind vernetzt, mehrere Schüler könnten über ihr Tablet an einem gemeinsamen Arbeitsblatt sogar Änderungen vornehmen und das Ergebnis später einheitlich mit nach Hause nehmen.

Die technische Ausstattung sei das größte Problem gewesen, sagt Mathe-Lehrer und Computerfachmann Stefan Knapp. Mit Hilfe der Stadt Göttingen als Schulträger und einer Volksbank-Spende sei es gelungen, alle Geräte über Wlan zu vernetzen. Vom Zentralrechner könnten die I-Pads gezielt – auch für einzelne Klassen oder Schüler – mit den erforderlichen Apps bestückt und Programme auch zurückgezogen werden. Wollen die Kinder ins Internet, müssen ihre Geräte vom Lehrer frei geschaltet werden – natürlich auch an einem I-Pad.

Darüber hinaus dürfen die Schüler die Geräte frei nutzen. Es sind ihre eigenen, die Eltern haben sie bezahlt. „Erstaunlich“ sei, wie verantwortungsvoll die Jugendlichen damit umgehen, ergänzt Knapp. Natürlich würden Spiele gespielt und Filme geguckt. Wenn der Speicherplatz voll ist, müssten die Schüler aber entscheiden, was sie löschen – „und das klappt gut“. Noch längst seien nicht alle Lehrer überzeugt, stellt Vogelsänger fest. Auch aus diesem Grund habe die IGS im 8. Jahrgang begonnen, „da wollten alle mit machen“. Schrittweise sollten jetzt alle Jahrgänge ab Klasse acht integriert werden.

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