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800 Plastik-Enten schwimmen in Rosdorf auf der Rase um den Sieg

Mit Blumen oder im Tiger-Look 800 Plastik-Enten schwimmen in Rosdorf auf der Rase um den Sieg

Mehr Spannung geht nicht: bei der fünften Auflage des Rosdorfer Entenrennens sind am Sonntag 800 Plastiktiere auf der Rase um Ruhm und Ehre ihrer Besitzer geschwommen. Zwischen 14 und 17 Minuten brauchten die teilweise aufwendig bemalten und dekorierten Renn-Enten, um die circa 350 Meter lange Strecke zurückzulegen.

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Start aus der Tüte: Fünftes Rosdorfer Entenrennen beginnt an der Rase-Brücke.

Quelle: Theodoro da Silva

Rosdorf. Zwei Tendenzen sind unübersehbar: zum einen, dass die Enten jedes Jahr prächtiger werden. Waren die quietschgelben Tierchen vor ein paar Jahren höchstens in einer anderen Farbe angemalt, gleichen sie mittlerweile schwimmenden Kunstwerken. Am Sonntag war die ausgefallenste Ente golden angemalt und ruhte in einem Kranz aus Bauschaum. Das brachte ihr viele bewundernde Blicke ein – allerdings auch die Disqualifikation.

Zum anderen ist auffällig, dass viele Teilnehmer das Rennen immer ernster nehmen. Am Ziel, wo Christian Grün, Max Reese und Nils Rubbert die Enten in Empfang nahmen, erwarteten viele die Ankunft ihres Plastik-Tiers nicht etwa mit Anfeuerungsrufen und fröhlichem Gelächter, sondern mit angespannten Minen. „Ich bin Hobbybastler“, erzählte ein älterer Herr dann auch, „und habe meine Ente extra präpariert, damit sie besser durchs Wasser kommt“.

Ehrgeizig war auch der dreijährige Jonathan, der mit Hilfe von Mama Jeanette seiner Ente mit Filzstiften einen Tiger-Look gegeben hatte: „Dann ist sie stark und kann schnell schwimmen.“ Jonathans gleichaltrige Freundin Malia hatte ihre Ente mit Blumenmotiven beklebte: „Die ist so schön bunt.“ Vielleicht zum letzten Mal mit nur zwei Enten ins Rennen gingen Nadine Hell (26) und Markus Swetlik (28). Sie wollen bald heiraten: „Dann gibt es viele Baby-Enten.“

Dass die Enten am Start so schnell durchs Wasser flitzen können, ist nicht zuletzt der Verdienst von Christina und Joachim Usebach, die dort, wo die Plastiktiere in die Rase gekippt werden, wohnen. Seit der ersten Auflage befreit das Ehepaar vor jedem Rennen den Bach auf Höhe ihres Hauses von Ästen, Ranken und Gestrüpp.

Von Hauke Rudolph

© Theodoro da Silva

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