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98.000 Euro für Bedürftige

„Keiner soll einsam sein“ 98.000 Euro für Bedürftige

Bei der Tageblatt-Weihnachtshilfe „Keiner soll einsam sein“ sind knapp 98000 Euro für notleidende Menschen in der Region zusammengekommen. Organisator Wolfgang Stoffel freut sich über das „wunderbare Ergebnis“ – so nah an 100.000 Euro lag es noch nie.

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Keiner soll einsam sein: Dieses Jahr war die GT-Weihnachtshilfe so erfolgreich wie noch nie. 

Quelle: Heller

Göttingen. Für Tageblatt-Chefredakteur Uwe Graells ist das Ergebnis „absolut bemerkenswert“. Es verdiene höchste Anerkennung, dass die Menschen in Stadt und Landkreis Göttingen so viel Geld gespendet hätten – in einem Jahr, in dem die Flüchtlingskrise das beherrschende gesellschaftliche Thema gewesen sei. An die Spender müsse ein ganz großer Dank gehen, ebenso an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die zum Gelingen der Aktion beigetragen haben.

Das Geld kam außer durch Spenden durch mehrere Aktionen zusammen. Dazu zählten zwei Erbsensuppen-Essen, bei denen bekannte Göttinger ausschenkten, der offene Heiligabend in der Stadthalle, eine Plakatversteigerung im Cinemaxx und ein Benefizkonzert des Göttinger Symphonie Orchesters. Auch im nächsten Jahr werde es die Weihnachtshilfe wieder geben, kündigt Graells an. 

Die Tageblatt-Aktion existiert seit mehr als 40 Jahren. Der Erlös kommt bedürftigen Menschen in den Region zugute – oft in dringenden Fällen und in solchen, in denen sich das soziale Netz als zu weit gestrickt erweist. Das Geld wird über Hilfseinrichtungen verteilt, die die Betroffenen gut kennen. Zu diesen Hilfseinrichtungen zählen der Diakonieverband Göttingen, der Sozialdienst für Stadt und Landkreis Göttingen, die Caritas, der Verein Frauen-Zimmer und das Albert-Schweitzer-Familienwerk. 

Das Geld aus der Tageblatt-Weihnachtshilfe ermögliche eine unbürokratische Hilfe, sagt Gerd Gruß, Leiter des Fachbereiches Soziales bei der Göttinger Stadtverwaltung. Mit kleinen Beiträgen von höchstens einigen hundert Euro werde vor allem Kindern und Familien geholfen, damit diese sich Anschaffungen wie einen Kühlschrank, eine Waschmaschine, Fußballschuhe, ein Musikinstrument, Fußballschuhe oder Schulbücher leisten könnten. 

Im Diakonieverband Göttingen profitieren laut Geschäftsführer Jörg Mannigel die Kirchenkreissozialarbeit, die Drogenberatung und das Migrationszentrum von der Tageblatt-Weihnachtshilfe. Auch in diesen Bereichen gehe es um kleine Einzelfallbeihilfen, etwa um Geld für Kinderkleidung, die Fahrt zum Krankenhaus oder die Beschaffung von Dokumenten. 

Für Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck ist die Tageblatt-Weihnachtshilfe aus der Stadt „nicht wegzudenken“. Sie würdigt besonders den offenen Heiligabend in der Stadthalle. Die wunderbare Aktion für einsame und arme Menschen sei zu einem bunten Treffen aller Generationen und Kulturen geworden.

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