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A 7 bei Lutterberg bleibt bis mindestens Donnerstagnachmittag gesperrt

Nach schwerem Lkw-Unfall bei Lutterberg A 7 bei Lutterberg bleibt bis mindestens Donnerstagnachmittag gesperrt

Nach dem schweren Lkw-Unfall auf der Autobahn 7 bei Lutterberg, bei dem ein 47 Jahre alter Autofahrer ums Leben gekommen ist, ist die A7 in Richtung Kassel ab der Anschlussstelle Hedemünden weiterhin voll gesperrt. Die Folge sind lange Staus. Die Umleitungsstrecken sind völlig überlastet. Die Sperrung werde wohl auch noch mindestens bis Donnerstagnachmittag anhalten, teilte die Polizei mit.

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Die A7 wurde nach dem Unfall in Richtung Süden voll gesperrt.

Quelle: Hinzmann

Lutterberg. Die Aufräumarbeiten seien in der Nacht fortgesetzt worden, so die Polizei. Diese würden aber durch das schlechte Wetter beeinträchtigt. Immer wieder setzt heftiger Schneefall ein. Mittlerweile sei der Abschnitt der A7, der seit Mittwochabend gesperrt ist, aufgrund der Witterungsbedingungen zudem völlig vereist. "Wenn dort nicht gefahren wird, vereist das Wasser auf der Strecke", teilte die Polizei weiter mit. Nun müsse erst einmal "ordentlich gestreut" werden.

Der Verkehr wird unterdessen ab der Anschlussstelle Hedemünden von der Autobahn abgeleitet. Laut Polizei reicht der Rückstau bis zum Dreieck Drammetal und beträgt etwa acht Kilometer. Der Verkehrswarndienst für Niedersachsen gibt die Länge des Staus gar mit 14 Kilometern an.

Die Umleitungsstrecken sind völlig überlastet - auch wegen des einsetzenden Osterreiseverkehrs. Ortskundige Autofahrer werden daher gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Die empfohlene Umleitung verläuft über die A7 ab Hannover-Ost, dann über die A2 bis Bielefeld, A33 Wünnenberg-Haaren und schließlich über die A44 bis Kassel-Süd.

Aktuell wird an der Unfallstelle die Fahrbahn gereinigt. Große Probleme bereiten den Einsatzkräften dabei weiterhin die extrem schlechten Witterungsverhältnisse. Bevor der Verkehr dort überhaupt wieder freigegeben werden kann, muss die Fahrbahn zunächst von Räumfahrzeugen befahren werden. Wann dies möglich sein wird, ist noch unklar, sagte Polizeisprecherin Jasmin Kaatz  Der rumänische LKW wurde noch nicht von der Unfallstelle entfernt. Das Fahrzeug steht aber für den Abtransport bereit.

Im Raum Hann. Münden ist der Verkehr auf der gesamten Umleitungsstrecke (B 80 von Hedemünden, B 496 zur AS Lutterberg) und im Stadtgebiet zum Erliegen gekommen. Hier gibt es erhebliche Verkehrsbehinderungen.  Autofahrern wird dringend empfohlen, diesen Bereich weiträumig zum Umfahren und unbedingt den Umleitungsempfehlungen zu folgen.

Zu dem schweren Unfall war es am Mittwochabend gekommen, als gegen 18 Uhr aus noch ungeklärter Ursache der Fahrer eines rumänischen Sattelzuges in Fahrtrichtung Norden einen ebenfalls nach Norden fahrenden Mercedes aus Nordhausen streifte. Beide Fahrzeuge gerieten über die Mittelleitplanke hinweg in den Gegenverkehr. Zwei entgegenkommende Autos – ein Volvo mit Böblinger Kennzeichen und ein Mitsubishi aus dem Landkreis Oder-Spree – rasten in die Unfallstelle. Der 47-jährige Fahrer des Volvo starb noch an der Unfallstelle. Zwei Schwerverletzte waren in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Sie wurden befreit und ins Klinikum Kassel gebracht.

Zum Unfallzeitpunkt herrschten schlechte Witterungsbedingungen, teilweise mit Schneetreiben.

Im Stau stehende Verkehrsteilnehmer wurden von Rettungskräften mit Heißgetränken versorgt. Auf ein Ableiten der Fahrzeuge entgegen der Fahrtrichtung musste in Anbetracht der extremen Wetterlage und herrschender Dunkelheit aus Sicherheitsgründen verzichtet werden, so die Polizei.

In die Ermittlungen zur Unfallursache wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Göttingen ein Gutachter der DEKRA eingeschaltet. Der Experte erschien noch am Abend am Unfallort.  An der Unfallstelle waren unter anderem die Autobahnmeisterei Göttingen, mehrere Abschleppfahrzeuge, zwei Rettungshubschrauber, fünf Rettungswagen, ein Notarzt und  das THW Hann. Münden im Einsatz.

Die Höhe des entstandenen Gesamtschadens beträgt nach ersten Schätzungen rund 170.000 Euro.

Der Artikel wurde aktualisiert

©Burkhardt

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