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Abgetauchte Roma-Familie lebt jetzt in den Niederlanden

Nach gescheiterter Abschiebung Abgetauchte Roma-Familie lebt jetzt in den Niederlanden

Vor sechs Monaten haben sich zwei Göttinger Roma-Familien einer drohenden Abschiebung in den Kosovo entzogen. Als die Beamten Anfang Februar mit einem Großaufgebot den Wohnblock durchsuchten, waren die vier Erwachsenen und 13 Kinder nicht auffindbar. Inzwischen ist eine der beiden Familien wieder aufgetaucht, und zwar in Holland.

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Der Abschiebungsversuch im Februar war gescheitert.

Quelle: dpa

Göttingen. Das hat kürzlich das niedersächsische Innenministerium auf eine Anfrage der CDU mitgeteilt. Nach Angaben des Ministeriums hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Anfang Juli die Ausländerbehörde der Stadt Göttingen darüber informiert, dass sich die neunköpfige Familie in der Niederlanden aufhalte und dort einen Asylantrag gestellt habe.

Die niederländischen Behörden hätten daraufhin das BAMF darum gebeten, die Familie zurückzunehmen. Das Bundesamt habe dieses Überstellungsersuchen aber abgelehnt. Inzwischen hätten die Niederlande ihre Zuständigkeit akzeptiert, teilte am Montag die Sprecherin der Göttinger Stadtverwaltung, Stefanie Ahlborn, mit.

Wo sich die zweite untergetauchte Familie befindet, ist dagegen unklar. Im Juni hatten drei Töchter sowie die Mutter gegenüber dem „Göttinger Tageblatt“ geäußert, dass sich die achtköpfige Familie in kleinen Gruppen aufgeteilt im Umfeld von Göttingen aufhalte. Diese Angaben könnten die Behörden bislang nicht bestätigen, heißt es in der Antwort des Innenministeriums. Sobald der Aufenthaltsort der Betreffenden bekannt sei und die Ausländerbehörde der Stadt Göttingen ein erneutes Abschiebungsersuchen an das Landeskriminalamt richte, sei die Rückführung erneut zu organisieren.

Obwohl die meisten der insgesamt 13 Kinder in Deutschland geboren wurden, hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg entschieden, dass die Roma-Familien in den Kosovo zurückkehren müssten. Sie hätten sich nicht einmal ansatzweise darum bemüht, sich in die hiesigen Lebensverhältnisse zu integrieren. Außerdem hätten die Kinder jahrelang immer wieder die Schule geschwänzt.

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