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Ableger in Northeim: Anzeige gegen Nogida

Northeimer gegen die Islamisierung des Abendlandes Ableger in Northeim: Anzeige gegen Nogida

In Northeim hat sich ein offenbar ein Ableger der Pegida-Bewegung zusammengefunden. Unter dem Namen „Northeimer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Nogida) haben die bislang anonymen Initiatoren im sozialen Netzwerk Facebook in der vergangenen Woche eine Seite angelegt. Inzwischen hat die Seite mehr als 200 Fans. „Gewaltfrei und vereint gegen Glaubenskriege auf deutschem Boden! Wir leisten Widerstand!“, heißt es dort.

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In Northeim hat sich ein Ableger der Pegida-Bewegung gegründet.

Quelle: Screenshot Facebook

Northeim. Widerstand gibt es inzwischen aber auch gegen Nogida. So hat die Stadt Northeim bei der Staatsanwaltschaft Göttingen Anzeige gegen die Nogida-Macher erstattet, wie Oberstaatsanwalt Frank-Michael Laue auf Tageblatt-Anfrage bestätigt.

Die Stadt Northeim wirft der Nogida-Gruppierung die „missbräuchliche Verwendung des Stadtwappens“ auf der Facebook-Seite vor, erklärt Jörg Dodenhöft. „Für die Verwendung des Wappens der Stadt Northeim gibt es eine vom Rat der Stadt erlassene Richtlinie und die Nogida-Gruppierung hat ohne Genehmigung dieses Wappen verwendet“, sagt der Vetreter des Bürgermeisters.

Das Recht, das Wappen zu verwenden, werde nur in Ausnahmefällen erteilt. Derzeit prüft die Staatswanwaltschaft, welcher Straftatbestand vorliege, sagt Laue.

„Willkommenskultur für Flüchtlinge aus den Krisengebieten des Nahen Ostens“

Mit mehr als 170 Fans hat sich auf Facebook unter „NoNogida“ auch der Protest gegen Nogida in Stellung gebracht. Der Nogida-Gruppierung wird dort „wenig Aussicht auf Erfolg“ vorhersagt. Nogida werde in Northeim nie Fuß fassen. Trotzdem wolle man ein Zeichen setzen gegen Rassismus und und für Nächstenliebe.

Ob die Nogida-Gruppierung in Northeim für ihr Anliegen auf die Straße geht, ist ungewiss. Bis Montagnachmittag lag der Verwaltung nach Dodenhöfts Angaben keine Anzeige zu einer Kundgebung vor.

Als „völlig unakzeptabel“ hat unterdessen der Northeimer CDU-Bundestagsabgeordnete Roy Kühne die Gründung eines Nogida-Ablegers der „islam- und fremdenfeindlichen“ Pegida-Bewegung in Northeim bezeichnet. „Wir müssen in Northeim ein Zeichen für Toleranz und Miteinander in gegenseitiger Achtung und dem Willen zum Miteinander setzen und uns demonstrativ dafür einsetzen“, sagt Kühne.

Dazu gehöre eine „Willkommenskultur für Flüchtlinge aus den Krisengebieten des Nahen Ostens“. Kühne kündigt für die kommende Woche eine gemeinsame Kundgebung mit dem Bündnis gegen Rechts gegen Pegida und Nogida an.

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