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„Täglich neue Blickachsen“

Abrissarbeiten auf dem Sartorius-Gelände „Täglich neue Blickachsen“

Beinahe täglich bieten sich auf dem Sartorius-Gelände in der Nordstadt neue Blickachsen. Grund: Weite Teile des früheren Werksgeländes werden abgerissen. Stehen bleiben soll aber „der innere Kern des Geländes“, sagt Unternehmenssprecherin Petra Kirchhoff.

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Quelle: jes

Göttingen. Die Abrissbagger haben bereits eine Reihe von Firmengebäuden dem Erdboden gleich gemacht. Aktuell fehlt der alten Werkshalle an der Ostseite die komplette Front, und auch im Dach klaffen große Löcher, ganz so als würde sie als nächstes abgerissen. Die flachen Bauten im Zentrum des Geländes mit den markanten „Sägezahndächern“ sollen aber „in Teilen erhalten bleiben“, erläutert die Unternehmenssprecherin. Es sei keine Änderung gegenüber dem ursprünglichen Konzept vorgesehen, versichert Kirchhoff. Allerdings müssten Teile der Gebäude oder einzelne Mauern erneuert werden. Unter Denkmalschutz stehe keines der früheren Werksgebäude.

Die Abrissarbeiten hätten im ersten Quartal 2017 begonnen und lägen im Zeitplan. Bis Ende des Jahres sollen sie abgeschlossen sein, teilt die Sartorius-Sprecherin weiter mit. Nicht nur Passanten böten sich zurzeit „täglich neue Blickachsen“, sagt sie, sondern auch den Mitarbeitern, die noch immer dort arbeiten. Vor 18 Monaten seien es am Sartorius-Standort zwischen Weender Landstraße, Daimlerstraße und Annastraße noch rund 800 Mitarbeiter gewesen, „zurzeit sind es noch etwa 300“, so Kirchhoff. Einige Beschäftigte seien vorübergehend ins nahegelegene Telekom-Gebäude gezogen.

Die Nachnutzung des etwa 20 000 Quadratmeter großen Sartorius-Areals sieht Raum für Wohnungen, Gastronomie, Firmen und Bildungseinrichtungen wie den neuen Gesundheitscampus vor. Das Konzept der neuen Eigentümer des Geländes sei Bestandteil des städtebaulichen Rahmenplans Nordstadt, den der Verwaltungsausschuss Ende Mai beschlossen habe, erklärt Detlef Johannson, Sprecher der Göttinger Stadtverwaltung.

Der Rahmenplan diene „als Leitfaden für die zukünftige städtebauliche Entwicklung in der Nordstadt“. Außerdem sei er „Grundlage für die derzeit laufende Überarbeitung der Vorbereitenden Untersuchungen in der Nordstadt“. Diese seien wiederum erforderlich, um Mittel aus dem Städtebauförderungsprogramm des Landes zu bekommen. Ein entsprechender Antrag sei fristgerecht gestellt worden.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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