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Eine Frage der Technik

Abschaffung von Benzin- und Dieselautos Eine Frage der Technik

Die Bundesländer wollen 2030 Diesel- und Benzinautos verbieten und nur noch emissionsfreie Autos zulassen. Ein umstrittenes Thema, auch in Göttingen. Fast alle unterstützen zwar die Reduktion von CO2-Emissionen. Manche sehen aber die Technik der Alternativfahrzeuge als nicht fortgeschritten genug an.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. „Das ist illusorisch“, sagt die 23-jährige Charlotte Cichon, auch wenn das Verbot „grundsätzlich eine gute Idee“ sei. „Die Elektroautos muss man momentan noch ständig aufladen“, sagt sie, es sei zurzeit nicht realistisch, dass alle Autofahrer auf Elektrofahrzeuge umsteigen.

Charlotte Cichon

Charlotte Cichon

Quelle: hsc
Detlef Schrader

Detlef Schrader

Quelle: hsc

Detlef Schrader sieht das anders. „Wenn dasw Verbot eintritt, würde ich umsteigen“, sagt er - allerdings nicht unbedingt auf ein Elektroauto. „Es gibt zum Beispiel auch Wasserstoffautos“, nennt er eine Alternative, bei der man sehen müsse, ob die Technik bis 2030 fortgeschritten genug sei. Er unterstützt das Vorhaben der Bundesländer: „Es ist eine gute Sache, etwas für die Umwelt zu tun“.

Armin Möhle

Armin Möhle

Quelle: hsc

Falls die Technik von Wasserstoffautos in 14 Jahren gut nutzbar sei, spricht auch für Armin Möhle nichts gegen das Verbot. „Die Technik gab es schon vor 30 Jahren, sie wurde aber nicht weiterverfolgt“, sagt er - das müsse nun geschehen. Elektroautos seien für ihn keine Alternative: „Der Strom dafür wird auch unter anderem per Kohle hergestellt“, kritisiert er. Möhles weitere Idee für umweltfreundlicheren Verkehr: „weniger Lieferverkehr“.

Die 76-jährige Brigitte hat eine weitere Idee: Man könne mit der Umstellung von Benzin- und Dieselfahrzeugen auf Alternativen wie Elektrowagen bei den öffentlichen Bussen anfangen. Was bis 2030 verändert werden müsse, damit der Umstieg realistisch sei: „Man muss überall Strom tanken können“, sagt sie. Die Problematik, dass dies bisher nicht möglich sei, kenne sie von ihrem Elektrofahrrad.

Patrick Jänecke

Patrick Jänecke

Quelle: gm

„Wenn Elektrofahrzeuge mehr bezuschusst werden und dann günstiger sind,“ sagte Patrick Jänecke, könne er sich das durchaus vorstellen. Extra vorab wolle sich der Ebergötzener jedoch kein E-Mobil zulegen.

Wolf-Rüdiger Hartmann

Wolf-Rüdiger Hartmann

Quelle: gm

„Ich bin da idealistisch“, sagte Wolf-Rüdiger Hartmann. Der Landolfshäuser sei „sehr dafür, dass die Elektormobilität vorangetrieben wird.“ Schnell und kostengünstiger. „Parallel muss aber Wind- und Solarkraft durch verstärkte Akzeptanz ausgebaut werden.“ Denn für die Akkus müsse dann auch konsequent der CO2-Ausstausch bei der Energiegewinnung gesenkt werden. Ohne Zeitdruck, befürchtet der Elektrotechniker, würden sich die Lobbyisten der Automobilindustrie und der Energieindustrie noch mehr Zeit lassen.

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