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Das alte Weender Freibad ist Geschichte

Umbau soll bald beginnen Das alte Weender Freibad ist Geschichte

Das war's. Das Weender Freibad hat geschlossen – und wird in seiner jetzigen Form nie wieder geöffnet werden. Am letzten Öffnungstag vor dem Umbau war noch einmal Wehmut angesagt – und großer Andrang.

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Der letzte Tag im alten Weender Freibad

Quelle: Peter Heller

Göttingen-Weende. Am Sonnabend um 18 Uhr war der Zehn-Meter-Sprungturm dicht belagert. Zahlreiche Kinder und Jugendliche nutzten die Gelegenheit, noch einmal aus unterschiedlichen Höhen ins Nass zu springen. Viele hatten T-Shirt und Shorts oder ein Kleid an – das war beim Abschwimmen ab 18 Uhr nämlich erlaubt.

Das Bad wird erst 2018 wieder geöffnet und bis dahin umgebaut. Mitglieder des Fördervereins hielten auf dem Sprungturm den Slogan „Auf Wiedersehen 2018“ hoch, der aus auf Papier gedruckten Buchstaben gebildet wurde.
„Das Herz tut weh“, meinte der Vorsitzende des Fördervereins Eberhard Gramsch zum Abschied vom vertrauten Bad. Er hoffe jedoch, dass es 2018 wieder ein tolles Freibad in Weende geben werde.
Der Förderverein und Demonstrationen von Bürgern hatten dafür gesorgt, dass das Bad nicht geschlossen wird. Stattdessen soll es nun zu einem Naturbad mit verkleinerter Wasserfläche umgebaut werden. Um die Becken herum soll ein ganzjährig begehbarer Park mit zusätzlichen Freizeitangeboten entstehen.
Es sei erreicht worden, dass mit Sprungturm, einigen 50-Meter-Schwimmbahnen und Großrutsche wesentliche Attraktionen erhalten bleiben, meinte Gramsch. Auch während der Umbauzeit wolle der Förderverein das Freibad mit Aktionen im Bewusstsein der Weender präsent halten. So soll ein Weihnachtsmarkt auf dem Thieplatz organisiert werden. Auch ein Freibad-Kalender sei wieder in Arbeit.
In der Vergangenheit haben die Mitglieder des Vereins die fast 22 000 Quadratmeter große Anlage gepflegt, Schwimmkurse für Kinder auf die Beine gestellt und zusätzliche Veranstaltungen organisiert. Dazu zählten Modellbau-Schauen im Freibad, Frühstücke und Bogenschieß-Aktionen. Die evangelische Kirche feierte im Bad Jugendgottesdienste – Segen vom Sprungturm inklusive. Was der 700 Mitglieder starke Förderverein in den vergangenen Jahren an Arbeit geleistet habe, sei gewaltig, sagte Ortsratsmitglied Hans Otto Arnold (CDU).
Bei freiem Eintritt und gutem Wetter waren noch einmal zahlreiche Gäste in das Bad geströmt. Es seien knapp 1000 Besucher gewesen, sagte Schwimmmeister Christian Friedrich. Als er um 18.45 Uhr das Ende des öffentlichen Badebetriebes verkündete und das Bad wenig später geschlossen wurde, ging eine Ära zu Ende.

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