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Absturz von Kleinflugzeug: Ursachenforschung dauert noch Wochen

Experten schließen Untersuchung an der Absturzstelle ab Absturz von Kleinflugzeug: Ursachenforschung dauert noch Wochen

Nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges mit einem Toten am Freitagvormittag in Südniedersachsen haben Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig ihre Arbeiten an der Absturzstelle am Sonnabendmittag abgeschlossen. Die Ursachenforschung werde noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen, sagte ein Sprecher der Braunschweiger Behörde.

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Nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges mit einem Toten am Freitagvormittag in Südniedersachsen haben Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig ihre Arbeiten an der Absturzstelle am Sonnabendmittag abgeschlossen.

Quelle: Hessennews TV

Göttingen/Escherode. Noch am Freitagabend hatten die Experten der BFU die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Diese seien am Sonnabend fortgesetzt worden, sagte der Sprecher. Gegen 15 Uhr seien die BFU-Mitarbeiter wieder in Braunschweig eingetroffen.

Bisher könne man anhand der an der Absturzstelle gesammelten Daten noch keine Rückschlüsse auf die Absturzursache ziehen. Die Ermittlungen würden noch mehrere Wochen dauern, sagte der Sprecher. Die Untersuchung werde jetzt in der Behörde in Braunschweig fortgesetzt.

Bei Ermittlungen wie diesen würden die BFU-Experten ihr Augenmerk auf drei wesentliche Dinge legen, erklärte der Sprecher. Zum einen sei alles, was mit dem Piloten zu tun habe, relevant. Das reiche vom Flugbuch über den persönlichen Hintergrund bis hin zur Flugplanung. Auch was der Pilot die letzten Stunden vor dem Start gemacht habe, sei wichtig, zum Beispiel auch, wie er sich auf den Flug vorbereitet habe.

Dann gehe es um alles, was mit dem Flugzeug zu tun habe. Konnten zum Beispiel Brüche oder Verformungen festgestellt werden? In welchem Winkel und mit welcher Geschwindigkeit ist das Flugzeug auf dem Boden aufgeprallt? Wie war das Flugzeug betankt? Wie wurde es gewartet? Befand sich Gepäck an Bord und wie wurde es dort gelagert? All das seien Anhaltspunkte für die Ursachenforschung.

Der dritte wichtige Punkt seien die sogenannten Umgebungsfaktoren. Dabei spiele das Wetter, das zum Unglückszeitpunkt herrschte, eine wesentliche Rolle. Auch das Landschaftsprofil und etwaige Radaraufzeichnungen müssten mit einbezogen werden.

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Nordhessen ist ein Mensch ums Leben gekommen. © Hessennews TV

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Zu diesen drei Schwerpunkten der Ermittlungsarbeit seien an der Absturzstelle einige Fakten zusammengetragen worden. Die Arbeit werde jetzt bei der BFU in Braunschweig fortgesetzt. Ob die BFU-Experten Wrackteile zur weiteren Untersuchung mit nach Braunschweig gebracht haben, konnte der Sprecher nicht sagen. Üblich wäre es aber zum Beispiel, ein Navigationsgerät mitzunehmen, wenn denn eines gefunden wurde. Dieses könne wichtige Daten enthalten. Auch andere Datenspeicher wie ein PC oder ein Tablet seien relevant.

Unterdessen laufen an der Absturzstelle, die in einem schwer zugänglichen Gebiet zwischen Nieste und Kleinalmerode in Südniedersachsen liegt, die Bergungsarbeiten. Noch im Laufe des Tages solle das Flugzeugwrack oder zumindest Teile davon abtransportiert werden, sagte der BFU-Sprecher.

Das sehr unwegsame und schwer zugängliche Gebiet ist teilweise hoch verschneit und weist ein starkes Gefälle auf, was die Ermittlungen vor Ort zusätzlich erschwert. Es ist nur mit Spezialfahrzeugen zu erreichen.

Bei dem Aufprall wurde die Propellermaschine vom Typ Piper PA-28 nahezu komplett zerstört. Trümmerteile verteilten sich rund um die Unfallstelle auf einer größeren Fläche. Zu diesem Zeitpunkt soll in dem Bereich schlechtes Wetter mit Schneefall geherrscht haben. Ob dies eine Ursache für das Unglück gewesen sein könnte, sei aber noch völlig unklar, teilte die Polizei mit.

Der Leichnam des getöteten Piloten wurde noch am Freitagabend geborgen. Die Identität des Mannes ist aufgrund des Zustandes der Leiche derzeit noch nicht zweifelsfrei geklärt, teilte die Polizei mit. Aufgrund von vorgefundenen persönlichen Papieren geht die Polizei Göttingen aber davon aus, dass es sich um den 67 Jahre alten Flugzeugbesitzer aus Thüringen handelt.

Die Beschlagnahme der Unglücksstelle wurde am Sonnabend von der Polizei aufgehoben und die Unglücksstelle nach einer gemeinsamen Inaugenscheinnahme an die Gemeinde Staufenberg als zuständige Gefahrenabwehrbehörde übergeben. Von dort werden die Bergung und der Abtransport des völlig zerstörten Sportflugzeuges und der weit verstreuten Trümmerteile veranlasst.

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Die Ursache für den tragischen Absturz eines Kleinflugzeuges am Freitagvormittag in Südniedersachsen ist weiterhin unklar. Noch am Freitagabend hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) die Ermittlungen aufgenommen.

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