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Raketenverbot zum Schutz der Altstadt

Hann. Münden bietet Ausweichplatz an Raketenverbot zum Schutz der Altstadt

Immer mehr Städte in Südniedersachsen verbieten an Silvester und Neujahr Raketen, Böller und andere Feuerwerke. Sie wollen damit vor allem ihre Altstadt mit vielen alten und besonderen Häuser vor Feuer schützen. Ein Überblick:

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Die sogenannte Allgemeinverfügung gilt für der Bereich innerhalb des Walls und die Wallanlagen selbst.

Quelle: dpa

Göttingen. Zum ersten Mal dürfen in der Innenstadt von Göttingen in diesem Jahr am Silvester- (31. Dezember) und Neujahrstag (1. Januar) keine Feuerwerkskörper der Kategorie 2 gezündet werden. Die sogenannte Allgemeinverfügung gilt für der Bereich innerhalb des Walls und die Wallanlagen selbst. Wer dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einer Geldstrafe rechnen.

  • Seit sechs Jahren sind Feuerwerke der Klasse 2 in Duderstadt verboten. Betroffen ist die Altstadt innerhalb des Walls.
  • In Bovenden gilt ein Feuerwerksverbot für einen genau eingegrenzten Bereich: auf der gesamte Tunnelabdeckung über der B3 östlich des Altdorfes sowie im Umkreis von 50 Metern etlicher Altdorfstraßen.
  • Die Stadt Hann. Münden verzichtet auf eine kommunale Allgemeinverfügung, beruft sich aber auf ein Gesetz des Landes Niedersachsen. Danach ist das Abbrennen von Feuerwerk auch in der unmittelbaren Nähe von Reet- und Fachwerkhäusern „nicht zulässig“. Damit bestehe in der gesamten Altstadt ein faktisches Feuerwerksverbot, erklärt Jürgen Liebrecht vom Ordnungsamt. Allerdings stellt Hann. Münden zwei sogenannte Abbrennplätze als Ausweichflächen für die Innenstadtbewohner zur Verfügung: auf dem unteren Tanzwerder und auf dem Parkplatz am Hochband auf dem Rattwerder. Sie können an Silvester ab 14 Uhr und Neujahr bis 24 Uhr genutzt werden. Die Parkplätze sind sie in dieser Zeit gesperrt.
  • Die Stadt Northeim verbietet Feuerwerke per Allgemeinverordnung im Bereich der historischen Altstadt, begrenzt durch die Wilhelmstraße, Friedrichstraße, Göttinger Straße ab Friedrichstraße in Richtung Norden, Breiter Weg, Friedrich-Ebert-Wall und In der Fluth.
  • Ein Knaller-Verbot gibt es außerdem in der historischen Altstadt von Osterode. Die Stadt im Harz war nach einem verheerenden Feuer durch Silvesterraketen im Winter 1989/99 eine der ersten Städte in Niedersachsen, die Feuerwerke an Silvester verbannt haben. Goslar hat nach einem Feuer in der Altstadt vor zehn Jahren nachgezogen. Auch Bad Gandersheim verbietet Feuerwerke der Kategorie 2 „zum Schutz der historischen Altstadt“.

Unabhängig davon dürfen in ganz Niedersachsen „pyrotechnische Gegenstände“ der Kategorie 2 nicht „in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern“ gezündet werden.

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