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Adelebser Schule früher dicht

Ende schon im Sommer Adelebser Schule früher dicht

Das Ende der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) kommt früher als erwartet. Mitgroßer Wahrscheinlichkeit wird die Haupt und Realschule in Adelebsen schon im Juli endgültig dicht gemacht. Der Grund: Ihr laufen vorzeitig die Schüler weg.

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Im vergangenen Oktober demonstrierten Schüler und Eltern gegen die Schließung der Albert-Schweitzer-Schule - ihr Einsatz war vergeblich.

Quelle: Theodoro da Silva

Adelebsen. Die 9. Klasse ist schon aufgelöst, und im nächsten Schuljahr werden voraussichtlich nur noch 13 Kinder die Schule besuchen – verteilt auf die vier Jahrgänge.

Nach einem Beschluss des Göttinger Kreistages sollte die ASS erst im Sommer 2016 geschlossen werden. Dafür hatten sich vor allem Eltern der Schüler im jetzigen neunten Jahrgang und der Schulvorstand stark gemacht. Sie wollten sicher stellen, dass wenigstens ihre Kinder den Realschulabschluss nach Klasse Zehn noch an der ASS machen können. Ursprünglich sollte die Schule tatsächlich schon in diesem Sommer auslaufen.

Genau diese Jugendlichen aber haben die Schule inzwischen verlassen. Nach und nach hätten sich alle Realschüler in der jetzigen neunten Klasse zum Ende des 1. Schulhalbjahres Ende Januar abgemeldet, erklärt die Schulabteilung der Göttinger Kreisverwaltung. Seitdem gehe es Schlag auf Schlag weiter, ergänzt Schulleiter Rainer Glahe.

Immer mehr Eltern hätten ihre Kinder auch aus den anderen Jahrgängen abgemeldet – teilweise zum Halbjahreswechsel, teilweise zum Sommer. Von 14 Haupt- und Realschüler im 9. Jahrgang seien nur drei Hauptschüler übrig geblieben. Und im nächsten Schuljahr blieben der Schule nach derzeitigem Stand nur noch 12 Schüler in den Jahrgängen 7 bis 10. Damit sei kein ordentlicher Unterricht mehr möglich.

„Auf jeden Fall tut das richtig weh“

Warum die Eltern ihre Kinder reihenweise abmelden, könne sich an der Schule niemand erklären, so Glahe – „auf jeden Fall tut das richtig weh“. Auch die Schüler im Abschlussjahrgang Zehn seien enttäuscht. Sie hatten im vergangenen Jahr eine Demo gegen die drohende Schließung organisiert und sich auch für eine Schonfrist wenigstens bis 2016 stark gemacht.

Jetzt fielen ihnen die eigenen Mitschüler in den Rücken. Die Situation sei zu unsicher, erklärte eine Mutter, warum sie ihre Kinder umgemeldet hat: „Wir wissen nicht, unter welchen Bedingungen im nächsten Jahr noch unterrichtet werden kann und ob unsere Kinder auf einem sinkenden Schiff auf einen guten Schulabschluss vorbereitet werden können.

Wenn die Schule geschlossen wird, werden ihre noch vorhandenen Schüler an die Oberschule in Dransfeld verwiesen. Auch der bisherige Schulbezirk der Haupt- und Realschule wird der Schule in Dransfeld zugeordnet. Über das vorgezogene Ende berät am Donnerstag der Schulausschuss des Kreistages. Die Sitzung beginnt um 16 Uhr im Kreishaus in Göttingen. Abschließend entscheidet der Kreisausschuss.

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