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Adolf-Reichwein-Schule Göttingen erste teilgebundene Ganztagsschule

Grundschule mit Pflicht-Nachmittag Adolf-Reichwein-Schule Göttingen erste teilgebundene Ganztagsschule

Als erste öffentliche Grundschule in Göttingen will die Adolf-Reichwein-Schule ab Sommer 2015 verpflichtend Nachmittagsunterricht in ihren Stundenablauf einbinden. An der künftigen teilgebundenen Ganztagsschule sollen die Kinder dann an zwei Tagen auf jeden Fall nachmittags in der Schule bleiben.

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Die Adolf-Reichwein-Schule wird die erste Grundschule in Göttingen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht.

Quelle: Pförtner

Göttingen. An den weiteren Tagen ist das Ganztagsangebot freiwillig. Nur mit zwei Pflichtnachmittagen könnten auch die vergleichsweise vielen Integrationskinder mit erhöhtem Förderbedarf an der Adolf-Reichwein-Schule „gut behütet mitgenommen werden“, erklärte Schulleiterin Bärbel Pasternak im Schulausschuss des Rates.

„Sie sind einfach nicht so schnell und brauchen zum Beispiel mehr Zeit für das Mittagessen“, fügte sie an. Der Ausschuss stimmte einer Beschlussempfehlung für den Rat einstimmig zu.

Vor allem den musisch-kulturellen Bereich und Sportstunden will die Adolf-Reichwein-Schule in die Nachmittagsstunden bis 17 Uhr verlegen, um die Lern- und Übungsphasen der anderen Fächer am Vormittag besser auf einen optimalen Lernrhythmus für die Kinder zuzuschneiden.

Weil es zu wenig Räume in der dreizügigen Schule gibt, sollen die Nachmittagstunden und -Projekte in die benachbarte Käthe-Kollwitz-Hauptschule verlegt werden. Ihr Mittagessen sollen die Kinder in der ebenfalls benachbarten Martin-Luther-King-Schule zu eigenen Essenszeiten einnehmen. Bei Eltern stößt dies auf Protest.

„Hier kommen wir wohl nicht um einen Anbau herum“

Der Weg zur Nachbarschule sei kompliziert und teilweise gefährlich, das Mobiliar in der dortigen Mensa nicht auf kleine Kinder zugeschnitten, argumentieren sie. Sie fordern den Bau einer neuen Mensa. Eine Entscheidung dazu hat der Ausschuss vertagt.

Bisher bieten 13 von 20 Grundschulen in Göttingen eine ungebundene Ganztagsbetreuung an – also als freiwilliges Angebot für die Kinder. Im nächsten Jahr will auch die Regenbogenschule in Elliehausen in dieser Form dazu stoßen. Offen ist noch, wo und wie die Kinder dann Mittag essen werden.

„Hier kommen wir wohl nicht um einen Anbau herum“, sagte Göttingens Schuldezernent Siegfried Lieske. Ebenfalls im nächsten Jahr startet eine neue Integrierte Gesamtschule in Weende (Tageblatt berichtete) – wie üblich in einer IGS als gebundene Ganztagsschule mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht. Beiden Ganztagsanträgen stimmte der Schulausschuss zu. Folgt der Rat auch diesen Vorschlägen, muss das Land die neuen Ganztagsangebote genehmigen.

Als erste Göttinger Gymnasien mit teilgebundenem Ganztagsunterricht wollen das Otto-Hahn-Gymnasium und das Hainberg-Gymnasium ihr Angebot erweitern. Dazu soll ein noch junger Sondererlass des Landes genutzt werden um künftig einen Nachmittag in den verpflichtenden Unterrichtsablauf einzubeziehen, zusätzlich zum bereits bestehenden freiwilligen Ganztagsangebot.

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