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Ärger in Esebeck über das Milchauto

Vergeblicher Versuch Ärger in Esebeck über das Milchauto

Mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht hat ein Anwohner der Straße Zur Quelle versucht, diese für den Schwerlastverkehr sperren zu lassen. Er ärgere sich "über die 40-Tonner, die alles kaputt fahren". Gemeint ist der Milchwagen. Vorerst musste er klein beigeben. Sein eigener Zaun macht die Straße so eng.

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Mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht hat ein Anwohner der Straße Zur Quelle versucht, diese für den Schwerlastverkehr sperren zu lassen. 

Quelle: Gückel

Esebeck. Der Esebecker hatte zunächst die Stadt Göttingen aufgefordert, eine verkehrsrechtliche Anordnung gegen den Schwerverkehr zu erlassen. Dafür sah die Vekehrsbehörde keinen Grund. Gegen den Ablehnungsbescheid erging Klage. In der Verhandlung, die vor Ort stattfand und zu deren Anlass man ein landwirtschaftliches Gerätegespann und einen Pkw im Begegnungsverkehr anschaulich auf der Straße drapierte, wurden auch die Landwirte gehört, die den Ärger auslösen. Beim einen wird täglich (oder alle zwei Tage, wie der betont) Milch abgeholt. Alle beide müssen die Straße nutzen, um mit ihren Maschinen aufs Feld zu kommen. "Sonst fahre ich einmal rund um den Pudding", betont ein Zeuge.

Eingeschränktes Halteverbot zur Erntezeit

Immerhin: Eingeschränktes Halteverbot zur Erntezeit gibt es heute schon - erwirkt vom Ortsrat zu Gunsten der Landwirte. Diesen nun die Durchfahrt mit ihren schweren Maschinen ganz zu verbieten, hielt die Stadt für nicht angemessen. Die Richterin verwies schließlich auf einen Umstand, der die Straße überhaupt an dieser Stelle so eng macht: Der Zaun des Klägers steht ausweislich der Grenzsteine einige Zentimeter auf öffentlicher Straße. Das zwar schon seit mehr als 100 Jahren, aber das Risiko, ihn abreißen zu müssen, wollte der Kläger doch nicht eingehen - und nahm seine Klage kostenpflichtig zurück. Aufgeben, so sagt er gegenüber dem Tageblatt, wolle er aber nicht. "Sonst fahren die mir wieder den Klinkerpfosten kaputt." Die vor mehr als 50 Jahren erneuerte Gosse sei "schon ganz wellig".

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