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Ärger in Treuenhagen: Hundekot in Büschen und Bäumen

„Unappetitliche Variante“ Ärger in Treuenhagen: Hundekot in Büschen und Bäumen

Hundekot im Plastikbeutel ist gut, wenn die Beutel in Mülltonnen landen. Wenn die Beutel jedoch in Büschen auf Privatgelände landen, hört für die betroffenen Anwohner der Spaß auf.

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Abgepackt und aufgehängt: Kotbeutel im Baum.

Quelle: EF

Göttingen. So berichtet Dietmar Zinner von dieser „neuen, sehr unappetitliche Variante“, die er  in der Reinhäuser Landstraße beobachtet hat. „Hier wurde der Hundekot zwar in entsprechende Plastikbeutel gepackt, aber diese Beutel wurden dann in Büsche und Bäume am Wegesrand gehängt“, beschreibt er.

„Es ist nur schwer verständlich, was die Ursache oder der Zweck dieses Verhaltens ist“, sagt Zinner gegenüber dem Tageblatt. „Witzig ist es nicht und die Ästhetik von vollen Hundekackbeutel als Weihnachts- oder Adventsschmuck im Baum bleibt auch sehr fragwürdig.“ Für ihn stelle sich die Frage, was sich Leute dabei denken öffentliche, und im diesem Fall auch private Räume so zu missbrauchen.

Die Büsche gehörten zu einem Privatgrundstück, das an einem Fußgängerweg nördlich der Kleingartenanlage zwischen Reinhäuser Landstraße und Akazienweg liegt. Dieser Fußweg, der Reinhäuser Landstraße mit dem Schneidemühler Weg verbindet, werde täglich von zahlreichen Hundebesitzern genutzt, um mit ihren Hunden Gassi zu gehen. Dies habe zur Folge, dass sich „reichlich Hundekot“ ansammele, was insbesondere im Sommer zu einer „erheblichen“ Geruchsbelästigung führe. „Der Aufenthalt im angrenzenden Garten ist dann nur eingeschränkt möglich“, sagt der Anwohner.

Die Reinigung des Fußweges ist nach Auskunft Friedrich Jüttings, technischer Betriebsleiter bei den Entsorgungsbetrieben, im östlichen Teil auf die Stadt übertragen, im westlichen auf die Anlieger. Die Stadt kümmert sich regelmäßig um öffentliche  Grünflächen und beseitigt dabei auch Unrat und Verschmutzungen.

Verpflichtungen für Hundeführer

Verunreinigungen durch Hundekot und der Ärger darüber sind ein Dauerthema. Kaum eine Ortsratssitzung, in der das Thema nicht auf der Tagesordnung steht oder diskutiert wird. In den Ortsteilen machen Ortsräte immer wieder mit Aktionen auf das Thema aufmerksam.

2010 hatte die CDU-Ratsfraktion angeregt, „in bekannten Problemzonen“ Behälter mit kostenlosen Plastikbeuteln aufzustellen. Inzwischen ist die die „Verordnung über Art, Umfang und Häufigkeit der Straßenrenigung“ unmissverständlich. In Paragraf 7 heißt es „Wer eine öffentliche Straße und Gehwege über das übliche Maß hinaus verunreinigt, hat die Verunreinigungen ohne Aufforderung und ohne schuldhafte Verzögerungen zu beseitigen.

Andernfalls kann die Stadt Göttingen die Verunreinigungen auf Kosten des Verursachers beseitigen.“ Dieses gelte auch für Verunreinigungen durch Hundekot. Hundeführer und Hundehalter sind verpflichtet, Hundekot „unverzüglich“ zu entfernen. Bei Missachtung drohen den Verursachern für die Ordnungswidrigkeit eine Geldbuße von bis zu 10 000 Euro.

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