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Ärger um Grabschmuck in Bovenden

Anonyme Grabstellen sollen freigehalten werden Ärger um Grabschmuck in Bovenden

Die anonymen Grabstellen auf dem Friedhof in Bovenden kommen gut an. Derzeit aber bereitet Blumenschmuck, der von Angehörigen auf den Rasenflächen abgelegt wird, der Verwaltung des Fleckens Bovenden Probleme. „Das ist auf den anonymen Flächen nicht gestattet“, sagt Silke Ackerhans, Sachbearbeiterin Friedhöfe im Bovender Rathaus.

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Immer wieder wird Blumenschmuck auf den anonymen Grabflächen abgestellt.

Quelle: Hinzmann

Bovenden. Gedacht sind die anonymen Gräber für Menschen, die keinen Wert auf Grabumrandungen, Stein und Bepflanzung legen – und die ihren Hinterbliebenen die Grabpflege nicht aufbürden möchten. Das Grab liegt unter einer Wiese. Gedenktafeln können an einer Stele am Rand des Areals angebracht werden. Auch für Blumensträuße oder Schalen ist hier genügend Platz. Die Kosten für eine anonyme Bestattung liegen in etwa beim Preis für ein Urnenbegräbnis, „aber der Pflegeaufwand in den Folgejahren entfällt“, erklärt Ackerhans.

Genau das soll die Fläche bieten: eine anonyme Grabstelle, die ohne großen Aufwand erhalten werden kann. Der Drang Angehöriger, den Rasen ungeachtet der gewollten Schmucklosigkeit mit Blumensträußen oder Schalen zu bestücken, stellt das in Frage. „Wir tolerieren das kurz nach der Trauerfeier für etwa zwei bis drei Wochen“, sagt Ackerhans. Anschließend aber sollte das Areal freigehalten werden, „sonst müssen die Mitarbeiter der Firma, die wir mit der Pflege beauftragt haben, vor dem Rasenmähen alles einsammeln und wegschaffen.“ Mittlerweile sei das beinahe täglich der Fall, „was die Arbeitsabläufe auf dem Friedhof erheblich stört“.

Und noch ein anderes Problem entstehe daraus. Manche Angehörigen vermäßen die Grabstellen, um den Ort wiederfinden zu können, an dem ihr Verwandter beigesetzt wurde. „Die ärgern sich, wenn eine fremde Schale dort steht und beschweren sich“, berichtet Ackerhans. Sie appelliert an die Friedhofsbesucher, die Regeln einzuhalten – und sich mit der Möglichkeit, an der Stele Schmuck abzulegen und Andacht am Grab zu halten, zu begnügen. „Es gibt andere Friedhöfe, dort ist nicht einmal das möglich.“

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