Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
AfD-Jugend: Jusos und Grüne Jugend Göttingen "grün-rot versiffte" Genossen

Reaktionen von SPD, Grüner Jugend und Junger Alternative AfD-Jugend: Jusos und Grüne Jugend Göttingen "grün-rot versiffte" Genossen

Der Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes, Christoph Lehmann, wertet den offenen Brief der Jusos und Grüner Jugend (GJ) gegen eine geplante Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) im Hotel Freizeit In und die anschließende Absage der Veranstaltung durch Hotelmanager Olaf Feuerstein als Erfolg.

Voriger Artikel
Mann stürzt sich aus drittem Stock einer Northeimer Wohnung
Nächster Artikel
Sturm beschädigt Turnhallendach in Diemarden

Die AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA) um ihren Landesvorsitzenden Sören Hauptstein spricht von "unseren linksextremen" Freunden und "grün-rot versifften" Genossen von den Jusos und der Grünen Jugend.

Quelle: Heller

Göttingen. Er sei stolz auf diese Aktion. Das anschließende "Wutgeheul" der AfD zeige "sehr genau, welcher Geist in dieser Partei herrscht".

Für den AfD-Landevorsitzenden Paul Hampel unterscheidet sich das Vorgehen der Jusos und GJ  "in Nichts von denen des Nazipöbels“.

Die AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA) um ihren Landesvorsitzenden Sören Hauptstein spricht unterdessen von "unseren linksextremen" Freunden und "grün-rot versifften" Genossen von den Jusos und der Grünen Jugend. Sie hätten "durch massive Einschüchterung dafür gesorgt, dass der geplante Vortrag zum Thema Inklusion nicht stattfindet. Ihre Methoden seien "faschistisch".

Ein Sprecher der Grünen Jugend kommentierte den Plan der AfD, die abgesagte Veranstaltung nachzuholen: "Wenn die AfD ihre Veranstaltung an einem anderen Ort zu realisieren plant, werden wir den Tagungsort darauf aufmerksam machen und rufen dort, falls es zu keiner Absage kommt, ebenfalls zum Protest auf."

Pressemitteilung vom 05.05.2015 der Junge Alternative Niedersachsen

Und täglich grüßt das Murmeltier...

Sie haben es also mal wieder geschafft: Unsere linksextremen Freunde von den Jusos und der Grünen Jugend haben durch massive Einschüchterung der Betreiber einer Veranstaltungslokalität der AfD in Göttingen dafür gesorgt, dass ein dort geplanter Vortrag zum Thema Inklusion nicht stattfinden kann. Die übliche Reaktion hierauf wäre nun natürlich abermals eine Pressemitteilung herausbringen, in der wir die faschistischen Methoden unserer grün-rot versifften Genossen rund um Arne Zillmer aufs Schärfste verurteilten und die jeweilige Mutterpartei dazu aufforderten, ihre Parteijugend wieder auf den Boden des Grundgesetzes zurückzupfeifen.

Da dies aber auf Dauer langweilig wird, möchten wir uns heute einmal etwas anderes versuchen. Denn dass unsere Kollegen von der Rotfront den Geschäftsführer der Lokalität, Olaf Feuerstein, wegen seines nebulös und floskelhaft formulierten offenen Entschuldigungsbriefes bereits ekstatisch für seine "Courage" feiern, deutet doch durchaus darauf hin, dass sie in Bezug auf diesen durchaus einer leichten Fehlinterpretation unterliegen könnten.

Um solche Unklarheiten für unsere etwas behäbigeren linken Freunde bei der nächsten Absage einer AfD-Veranstaltung zu verhindern, haben wir uns die Mühe gemacht und eine „Vorlage für offene Briefe zur Absage von AfD-Veranstaltungen zum Thema Inklusion nach Bedrohung durch Linksextremisten“ erstellt, derer sich Gaststättenbetreiber in ganz Deutschland in Zukunft gerne bedienen können:

„Sehr geehrte Genossen der Grünen Jugend, Jusos und Antifa,

unter normalen Umständen vermiete ich gerne meine Veranstaltungsräume an die zahlungskräftige AfD, stets in der Hoffnung dass ihr nichts davon mitbekommt. Dieses Mal ist es allerdings total dumm gelaufen und ihr habt leider Gottes Wind von der Veranstaltung bekommen.

Welche politischen Positionen die Parteien, die bei mir Räumlichkeiten buchen, vertreten, geht mir eigentlich am Arsch vorbei – Hauptsache die Kohle kommt rein. Die AfD kann mir aber leider nicht so viel bezahlen, als dass ich es mir leisten könnte, alle zwei Wochen meine Hauswand neu zu streichen, die Fenster auszutauschen oder die Gewinnausfälle zu kompensieren, die dadurch entständen, dass eure Mutterparteien mich in Zukunft boykottierten.

Ich habe ordentlich schiss, dass ihr mein Geschäft ruiniert und komme deswegen euren Forderungen schleunigst nach, indem ich die AfD wieder auslade. Zudem betone ich extra ganz brav, dass ich diese Partei voller Rechtspopulisten ohnehin kacke fände. Damit sich der Text für Außenstehende aber nicht so negativ anhört, stellt euch an dieser Stelle bitte noch ein paar Floskeln über Meinungsfreiheit und Demokratie vor – einfach weil sich das immer geil anhört.

Im Übrigen habe ich keine Vorstellung davon, worum es in Vorträgen der AfD zum Thema Inklusion eigentlich geht. Ich weiß aber, dass das Wort irgendwas mit Behinderten zu tun hat und vermute mal, dass ihr deshalb auf die Idee kommen könntet, ich hätte etwas gegen diese.

Um also auch die Zerstö-rung meiner Existenzgrundlage aus diesem Grunde abzuwenden, malt euch bitte in dieser Passage wiederum ein paar zusammenhangslose Floskeln dazu aus, wie sehr ich mich gegen die Diskriminierung behinderter Menschen engagiere – sicher ist eben sicher.

Hoffentlich bin ich euch hiermit ausreichend tief in den Arsch gekrochen, um Schaden von meiner Firma abzuwenden. Ich bitte euch wirklich inständig, dass ihr mich in Zukunft in Ruhe lasst!
Mit herzlichen Grüßen“

Gez.: Der Landesvorstand der Jungen Alternative (JA) Niedersachsen

 
Pressemitteilung vom 06.05.2015 des SPD Stadtverbands Göttingen

Mit Wutgeschrei zeigt die AfD ihr wahres Gesicht

Die AfD und ihre Anhänger haben mit ebenso wüsten wie aggressiven Attacken auf den gemeinsamen offenen Brief der Jusos und der Grünen Jugend reagiert, mit denen sie gegen eine geplante Veranstaltung der AfD im Hotel Freizeit In protestiert haben.

Christoph Lehmann als Vorsitzender der Göttinger SPD sagt dazu:

"Wir werden uns nicht jeden Schuh anziehen, den Rechtspopulisten uns vor das Parteihaus stellen. Das Wutgeheul der AfD zeigt sehr genau, welcher Geist in dieser Partei herrscht. Wir sind stolz auf die Aktion der Jusos und der Grünen Jugend, stehen in jeder Hinsicht hinter ihr und freuen uns sehr über ihren Erfolg. Mag die AfD weiterhin auf dem von ihr selbst gewählten Niveau pöbeln:Das werden wir nicht dadurch aufwerten, dass wir inhaltlich darauf reagieren."

gez. Christoph Lehman

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Offener Brief

Nachdem die Göttinger Jusos und die Grüne Jugend (GJ) in einem offenen Brief die Verantwortlichen des Hotels Freizeit In am Montag aufgefordert hatten, eine geplante Vermietung von Räumen an die Partei Alternative für Deutschland (AfD) zu überdenken, hat nun Freizeit-In-Geschäftsführer Olaf Feuerstein die Reißleine gezogen.

  • Kommentare
mehr
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016