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AfD wirft Jusos und Grüner Jugend Göttingen „Politische Hetze“ vor

Nazi-Vergleich AfD wirft Jusos und Grüner Jugend Göttingen „Politische Hetze“ vor

Mit Empörung und einem Nazi-Vergleich hat der niedersächsische Landesverband der Alternative für Deutschland (AfD) auf den offenen Brief der Göttinger Jusos und Grünen Jugend reagiert und spricht von „politischer Hetze“.

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„Die hier von den Jugendorganisationen etablierter Parteien an den Tag gelegten Methoden unterscheiden sich in Nichts von denen des Nazipöbels“, kommentierte der AfD-Landevorsitzende Paul Hampel.

Quelle: dpa

Göttingen. „Die hier von den Jugendorganisationen etablierter Parteien an den Tag gelegten Methoden unterscheiden sich in Nichts von denen des Nazipöbels“, kommentierte der AfD-Landevorsitzende Paul Hampel.

„Da Jusos und Grüne offenbar für ihre Ideologie keine überzeugenden Argumente haben, müssen sie in typisch totalitärer Art jede kritische Auseinandersetzung darüber mit Gewalt und Einschüchterung verhindern.“

Jusos und Grüne hatten am Montag gegen eine zum Thema Inklusion geplante Veranstaltung der AfD-Kreisverbände Göttingen / Osterode und Northeim im Hotel Freizeit In Position bezogen und Hotelgeschäftsführer Olaf Feuerstein aufgefordert, der AfD keine Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Feuerstein hatte darauf die Vereinbarung mit der AfD gekündigt. Bestimmte Parteien und deren Ansichten gefährdeten den Geschäftsbetrieb, die Sicherheit und das Ansehen des Hotels, ihre Inhalte entsprächen nicht der weltoffenen Haltung, argumentierte Feuerstein.

Die AfD wundert sich über diesen Rückzieher von Feuerstein: „Vor der Verleumdung aus dem linken Spektrum war es für die AfD kein Problem, in dem Hotel Räume anzumieten“, heißt es in der AfD-Stellungnahme. Zuletzt hatte der AfD-Kreisverband Göttingen im Januar 2014 zum Kreisparteitag im Freizeit In getagt.

Feuerstein kontert: „Zum Zeitpunkt der einzigen im Hotel Freizeit In stattgefunden Veranstaltung der AfD im Januar 2014 war diese Partei gerade elf Monate alt, als Anti-Euro-Partei bekannt und so war damals für uns die heutige politische Ausrichtung nicht erkennbar.“

Politische Meinungsvielfalt toleriere und schätze er als hohes Gut und gebe im wahrsten Sinne des Wortes gern Raum und auch Dienstleistungen wie in der Vergangenheit für Die Linke, SPD, Grüne und die CDU. „Als Unternehmer entscheiden wir frei, mit wem wir Geschäftspartnerschaften eingehen wollen, stehen zu unserer Entscheidung und sehen daher aus unserer Perspektive die Diskussion als beendet an“, sagte Feuerstein.

Hampel kündigte an, dass die abgesagte Veranstaltung mit dem Erziehungswissenschaftler Prof. Heiner Willenborg nachgeholt werde. Ort und Termin dafür stehen noch nicht fest.

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Offener Brief

Nachdem die Göttinger Jusos und die Grüne Jugend (GJ) in einem offenen Brief die Verantwortlichen des Hotels Freizeit In am Montag aufgefordert hatten, eine geplante Vermietung von Räumen an die Partei Alternative für Deutschland (AfD) zu überdenken, hat nun Freizeit-In-Geschäftsführer Olaf Feuerstein die Reißleine gezogen.

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