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Ahlrichs erhält Paket fünf Jahre zu spät

Nikolausberg Ahlrichs erhält Paket fünf Jahre zu spät

Dass sein Päckchen „deutlich länger als üblich unterwegs“ war, beschäftigt derzeit einen Nikolausberger Rentner. Und dann kam die Ware auch noch defekt an.

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Mit fünf Jahren Verspätung ist der Nikolausberger Rentner Joachim Ahlrichs doch noch an sein Paket gekommen.

Quelle: Harald Wenzel

Nikolausberg. „Es tut uns leid! Aber diese Sendung war sehr viel länger als üblich unterwegs“ - der Aufkleber prangte auf einem Paket, mit dem der DHL-Postbote Joachim Ahlrichs im Februar „echt überrascht hat“. Ahlrichs selbst hatte die Sendung mittlerweile „im Grunde genommen vergessen“. Es war eine Werbeprämie für ein Zeitungsabonnement, laut Poststempel aufgegeben im Juni 2010.

Was in der Zwischenzeit passiert ist, kann auch Jens-Uwe Hogardt, Pressesprecher der „Deutsche Post DHL Gruppe“, nicht beantworten. Es gebe allerdings keine Hochregallager, in denen Sendungen zwischengelagert werden, versichert er. Weil auch mehrere Briefe an die DHL Ahlrichs keine Klarheit verschafft haben, spekuliert der: „Vielleicht hat ein Mitarbeiter das Paket fallen gelassen, es aus Versehen mit dem Fuß unter ein Regal gestoßen, und nun ist es bei der Renovierung der Halle wiedergefunden worden.“

Die im Päckchen enthaltene Armbanduhr sei jedenfalls „defekt, die Batterie ist leer und wahrscheinlich auch ausgelaufen“, beklagt Ahlrichs. Auch wenn er den Schaden „relativ gering“ findet, „hätte die Post wenigstens ein paar Marken als Entschädigung spendieren können“, sagt er. Stattdessen sei die Post „salopp über die Kritik hinweggegangen“. Die Briefe hätten nichts außer einem erneuten „es tut uns leid“ und „wir können nicht herausfinden, was geschehen ist“ gebracht, ärgert sich Ahlrichs. Weil das Päckchen als Warensendung nicht versichert gewesen sei, gebe es keinen Ersatz, bekräftigt allerdings Hogardt. Auch wenn das Ganze für ihn „nicht akzeptabel“ sei, hält er den Vorgang für einen „Einzelfall, der eben passiert ist“.

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