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Aktion zum Welt-Aids-Tag: Veilchen Ladies verteilen Taddys

In der Göttinger Fußgängerzone Aktion zum Welt-Aids-Tag: Veilchen Ladies verteilen Taddys

Die Veilchen Ladies, die Zweitliga-Basketballerinnen der BG, engagieren sich gegen Aids. Am Welt-Aids-Tag am kommenden Montag, 1. Dezember, werden sie mit Bauchläden durch die Göttinger Fußgängerzone ziehen, um gegen eine Spende die sogenannten Taddys – Teddybären mit Aids-Schleife  – zu verteilen.

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Quelle: ef

Göttingen. Bereits am Sonnabend ist die Göttinger Aids-Hilfe mit einem Infostand von 11 bis 17 Uhr auf dem Kornmarkt präsent. Rund um den Welt-Aids-Tag geht es darum, über die Krankheit zu informieren und Solidarität mit den Betroffenen einzufordern.

Auch am Montag wird es den Stand von 11 bis 17 Uhr geben. Um 14 Uhr hat sich der neue Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) als prominenter Besucher angesagt. Auch die Veilchen Ladies sind dabei und werden von 14.30 bis 16.30 Uhr 100 Taddys in der Fußgängerzone verteilen – gegen eine Spende in Höhe von sieben Euro zugunsten der Göttinger Aidshilfe. Dafür gibt es dann aber auch noch eine Freikarte für eines der nächsten Veilchen-Spiele. „Auch das eine oder andere Autogramm oder spontane Foto ist sicherlich zu haben“, heißt es in einer Mitteilung der Aids-Hilfe. Am Abend wird um 20.15 Uhr im Kino Lumière, Geimar Landstraße, zudem der Film „Dallas Buyers Club“ gezeigt.

In Deutschland leben den Angaben zufolge etwa 80 000 Menschen mit dem HI-Virus, das das menschliche Immunsystem angreift. Wenn Virus den Körper bereits in einem großen Maße geschwächt hat, spricht man von Aids. Dank moderner Medikamente hätten die meisten der HIV-Infizierten in Deutschland eine fast normale Lebenserwartung, heißt es in der Mitteilung weiter. Sie könnten in jedem Beruf arbeiten, Partnerschaft und Sexualität genießen und HIV-negative Kinder bekommen. Zurückweisung wegen der HIV-Infektion und die Angst davor wögen bei Menschen mit HIV heute meist schwerer als die gesundheitlichen Folgen der Infektion.

„Das ist durchaus ein Wagnis“

Caroline Herberhold, Mitarbeiterin der Göttinger AIDS-Hilfe erklärt dazu: „Die Ursache von Diskriminierung sind neben Vorurteilen gegenüber Menschen mit HIV häufig unbegründete Ängste vor einer Ansteckung. Deshalb klärt die Welt-Aids-Tags-Kampagne darüber auf, dass es in Alltagssituationen nicht um HIV-Risiken geht, sondern um Offenheit und Gleichbehandlung. Beim Zusammenwohnen, Kochen oder Essen hat sich noch niemand mit HIV angesteckt.“

Laut einer Studie aus den Jahren 2011/2012 gehe jeder dritte HIV-Positive im Beruf offen mit der Infektion um. „Das ist durchaus ein Wagnis“, so Jörg Lühmann, Geschäftsführer der Göttinger Aids-Hilfe, „jedoch gaben 45 Prozent an, danach von ihrem Arbeitgeber unterstützt worden zu sein, während aber ein Viertel eine diskriminierende Reaktion erlebt hat.“

Für Partnerschaften zwischen HIV-positiven und HIV-negativen Partnern gebe es seit einiger Zeit eine entlastende Botschaft: Schutz durch Therapie sei möglich. Simone Kamin, Pressesprecherin der Göttinger AIDS-Hilfe beschreibt: „Eine erfolgreiche medikamentöse HIV-Behandlung führt zu einer so drastischen Senkung der Virusmenge, dass die sexuelle Übertragung von HIV nahezu ausgeschlossen ist.“

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