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Aktionsplan für die A 7 im Kreis Göttingen

Unfallträchtiger Schwerlastverkehr Aktionsplan für die A 7 im Kreis Göttingen

Mit einem ganzen Aktionsbündel wollen Landkreis Göttingen, Polizei und das Niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrsministerium die Unfallzahlen auf der Autobahn im Landkreis drücken. Insbesondere der Abschnitt zwischen dem Dreieck Drammetal und der hessischen Landesgrenze mit Steigungs- und Gefällstrecken soll sicherer werden.

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Weniger Staus und weniger Umleitungen soll jetzt ein Aktionsplan für die A 7 bewirken.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Auf der A 7 hatten sich im vergangenen Jahr die schweren Unfälle gehäuft. Am 19. Dezember beispielsweise durchbrach bei Mengershausen ein Gefahrguttransporter die Mittelschutzplanke und blieb auf der Gegenfahrbahn stehen. Ein Autofahrer starb, Giftstoffe traten aus. Die A 7 blieb tagelang gesperrt.

 
Zwar sei die Verkehrsbelastung im vergangenen Jahr nur um drei Prozent gegenüber 2013 gestiegen, merkte Landrat Bernhard Reuter (SPD) am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Landkreis, Polizei und Ministerium an. Allerdings habe es gravierend mehr schwere Unfälle gegeben. Auch der Anteil des Schwerlastverkehrs am Unfallgeschehen sei überproportional gestiegen.

 
Der jetzt vereinbarte Aktionsplan sieht unter anderem vor, an besonders gefährdeten Stellen die Mittelplanken zu verstärken, um ein Durchbrechen von Lastwagen zu verhindern. Außerdem soll auf Steigungs- und Gefällstrecken der Fahrbahnbelag alle zwei statt alle vier Jahre auf Griffigkeit überprüft werden, erklärte Christoph Wilk, Abteilungsleiter im Verkehrsministerium. Der Landkreis plant, die Abläufe bei Aufräumungsarbeiten nach Unfällen zu untersuchen, um die Freigabe der Sperrungen zu beschleunigen. Die Polizei wiederum will besonders Lastwagen kontrollieren: Der Schwerlastverkehr, erklärte Polizeipräsident Uwe Lührig, mache nur 20 Prozent des Verkehrsaufkommens aus, sei aber an 35 Prozent aller Unfälle beteiligt, zumeist als Verursacher.

 
Teil des Aktionsprogramms ist auch der vom Kreistag befürwortete Aufbau einer dauerhaften Blitzanlage vor der sich zuziehenden Auffahrt der A 38 auf die A 7 in Richtung Kassel. Zum Fahrverhalten in der tückischen Kurve wird derzeit ein psychologisches Gutachten erstellt, das Mitte August vorliegen soll.

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