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Aktionstag gegen Glücksspielsucht in Göttingen

Aktionstag gegen Glücksspielsucht in Göttingen

Unter dem Motto „Finger weg!“ gibt es in Niedersachsen am Mittwoch, 23. September, einen Aktionstag gegen Glücksspielsucht. In Göttingen hat sich die Zahl der Hilfesuchenden seit 2008 verdreifacht.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Der Aktionstag wird von der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen (NLS) gemeinsam mit den 24 Fachstellen im Land organisiert. Auch in Göttingen werden im Bahnhof, in Bushaltestellen, in der Universität und in Schulen Postkarten verteilt, auf deren Bildseite in Großbuchstaben „Finger weg!“ steht. Auf der Rückseite ist die Geschichte von Thomas zu lesen, der die Finger nicht vom Spielautomaten lassen konnte, weil er dachte, so sein Erspartes vermehren zu können. Stattdessen hat er nun sein ganzes Geld verzockt und Stress mit seiner Freundin, weil der gemeinsame Urlaub nichts mehr wird. Dazu gibt es Informationen, wo man sich Hilfe bei Spielsucht holen kann.

 
In Niedersachsen haben laut einer Mitteilung rund 76.000 Menschen ein Problem, das mit Glücksspielsucht zusammenhängt. Zu 90 Prozent seien es Männer, meist im Alter zwischen 20 und 45 Jahren.

 
Der Beratungs- und Behandlungsbedarf für Betroffene und Angehörige ist in Göttingen und der Region in den vergangenen Jahren gestiegen. Die Vielfältigkeit des Glücksspielangebotes und Online-Spielangebote ließen die Zahlen der Hilfesuchenden weiterhin steigen, heißt es in einer Mitteilung. 2008 hätten in der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention in Göttingen noch 35 Menschen Hilfe gesucht, erklärt die dortige Suchtberaterin Uta Dohrmann. Bis zum vergangenen Jahr habe sich die Zahl auf 103 nahezu verdreifacht. bar

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