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Aktivisten überfluten Adelebsen mit Schriftstücken

1500 Eingaben zu Windrad-Flächen Aktivisten überfluten Adelebsen mit Schriftstücken

Aktivisten haben die Gemeindeverwaltung Adelebsen mit Eingaben zur geplanten Ausweisung von Windrad-Gebieten geflutet. Es seien 1500 Stellungnahmen eingegangen, sagte Gemeindebürgermeister Holger Frase (SPD).

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Aktivisten überfluten Gemeindeverwaltung Adelebsen mit Schriftstücken

Quelle: dpa

Adelebsen. Viele Einwohner hätten allerdings gleich mehrere Stellungnahmen zu jeweils unterschiedlichen Punkten geschickt und diese nicht in einem Schreiben zusammengefasst.

Daher täusche die Zahl der Stellungnahmen im Hinblick auf die Zahl der tatsächlich daran beteiligten Bürger. In der Gemeinde Adelebsen wohnen rund 6500 Einwohner.

Das Verfahren zur möglichen Ausweisung neuer Flächen für Windräder ist derzeit in der zweiten Runde. Im der ersten Runde, in der es um den Vorentwurf ging, waren knapp 700 Eingaben von Bürgern eingegangen. Im jetzigen Entwurfsverfahren sind noch zwei Gebiete vorgesehen: östlich von Barterode und südwestlich von Adelebsen. Die Fläche bei Güntersen ist entfallen, die dort vorhandenen Windräder genießen jedoch Bestandsschutz.

Möglicherweise wird es laut Frase aber noch eine weitere Runde und damit eine erneute Auslegung des Plans sowie die erneute Möglichkeit zu Eingaben geben. Der Landkreis Göttingen habe signalisiert, dass laut Universität Göttingen ein neuer Rotmilan-Horst im Bereich der geplanten Fläche bei Barterode entdeckt worden sei.

Da der Vogel besonders geschützt werden muss, könne dies eine Verkleinerung der dort geplanten Fläche für Windräder bedeuten. Das wiederum könne sich auf die gesamten Planungen auswirken, da nach den gesetzlichen Vorgaben der Windenergie ausreichend Raum zur Verfügung gestellt werden muss.

Derzeit seien 2,2 Prozent der Gemeindefläche und damit auf jeden Fall genug Raum vorgesehen. Das Bemühen ziele darauf, unter den gegebenen gesetzlichen Bedingungen das bestmögliche Ergebnis für die Bürger zu erzielen.

Die Anti-Windkraft-Initiative Esebar wertet die Zahl der Eingaben auf ihrer Internet-Seite als „starkes Signal an die politisch Verantwortlichen“. Die Eingaben zeigten deutlich, wie ungeeignet die Fläche bei Barterode sei.

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