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Alarm per App: Göttingen will schnelles Warnsystem bei Katastrophen

„Katwarn“ Alarm per App: Göttingen will schnelles Warnsystem bei Katastrophen

Stadt und Landkreis Göttingen wollen ein automatisches Warn- und Informationssystem für die Bevölkerung einrichten. Damit sollen Mitteilungen über Unglücks- und Katastrophenfälle in der Region die Bürger so schnell wie möglich erreichen.

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Beim Unfall auf der A 7 hätte Katwarn schneller warnen können.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Das kommunale Warn- und Informationssystem „Katwarn“ der Firma Combi Risk aus München kann per Smartphone-App, SMS oder E-Mail Mitteilungen versenden. Herausgegeben werden die Warnungen von der Feuerwehr oder der Katastrophenschutzbehörde.

Mit diesem System, einer Ergänzung zu Sirenen, Lautsprecher- und Mediendurchsagen könne die Bevölkerung „direkt und zielgenau bei größeren Ereignissen (beispielsweise Großbränden, Stromausfall, Bombenfunde und anderem) gewarnt werden“, teilt die Göttinger Kreisverwaltung mit. Auch Verhaltensanweisungen sollen gegebenfalls mitgeliefert werden. Der Warndienst funktioniert sowohl postleitzahlengenau als auch örtlich lokalisiert – es werden also nur diejenigen Bürger informiert, die tatsächlich betroffen sind. Die Nutzer können dabei mehrere Gebiete angeben, über die sie informiert werden möchten.

Bei dem Gefahrgutunfall auf der A 7 bei Mengershausen im Dezember 2014 hätte das Warnsystem wertvolle Dienste leisten können, erklärt die Kreisverwaltung. Der Dienst soll schon zum 1. Juni in Betrieb gehen. Nach dem Ende der Sommerferien sollen Eltern zudem frühzeitig über Unterrichtsausfälle informiert werden können. Das System ist eine Erweiterung des Unwetterwarnsystems „Wind & Wetter“ der Versicherungswirtschaft. Dies gewährleiste „eine hohe Verfügbarkeit und Sicherheit“, erklärt Combi Risk.

Für den Bürger ist die Nutzung kostenlos – er muss sich nur bei Stadt- oder Kreisverwaltung registrieren lassen. Zahlen müssen hingegen die Kommunen: Für den Landkreis beispielsweise kostet die Einführung netto 15 000 Euro, dazu kommen jährliche Wartungs- und Betriebskosten in Höhe von 3000 Euro und eine Gebühr von sechs Cent für jede SMS.

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