Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Als Pilger durch den Göttinger Wald

Neuer Reiseführer für die Via Scandinavica Als Pilger durch den Göttinger Wald

Neben dem Pilgerweg von Loccum nach Volkenroda durchquert ein weiterer Pilgerweg die Region: die Via Scandinavica. Es handelt sich um eine Route im deutschen Wegenetz für Jakobspilger, zu der nun ein Reiseführer vorliegt.

Voriger Artikel
Patensystem für schwule Flüchtlinge
Nächster Artikel
Sprachlernbücher für die BBS II

Die Via Scandinavica führt über eine Strecke von rund 660 Kilometern von Fehmarn bis nach Eisenach.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Die Via Scandinavica führt über eine Strecke von rund 660 Kilometern von Fehmarn bis nach Eisenach. In seinem Buch über den Weg teilt Martin Simon die Strecke in 30 Etappen ein. Bis September 2014 sei Göttingen Schlusspunkt der Via Scandinavica gewesen, schreibt Simon. Doch dann habe die Göttinger Jakobus-Pilgergemeinschaft den fehlenden Anschluss an die weiterführenden Wege hergestellt.

So gebe es fünf weitere mit der gelben Muschel auf blauem Grund markierte Tagesetappen, die auf rund 100 Kilometern in den Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal führten. In großen Teilen verlaufe dieser Weg an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. An ihm liege auch die bedeutendste Pilgerstätte im thüringischen Eichsfeld auf dem Hülfensberg.

Weitere Informationen:

Martin Simon: Via Scandinavica. Conrad-Stein-Verlag, 260 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Karten, 16,90 Euro.

Die Via Scandinavica führt von Fehmarn über Lübeck, Celle, Hannover und Hildesheim in die Region. Etappe 24 geht über rund 27 Kilometer von Bad Gandersheim nach Northeim. Als kulturellen Höhepunkt an einem landschaftlich herausragenden Weg bezeichnet Simon die romanische Klosterkirche Wiebrechtshausen kurz vor Northeim.

Der schmucklose, schlichte Kirchenraum beeindrucke durch die klar Rundbogenarchitektur. Auch das Tagesziel lobt der Autor. Northeim sei „ein hübsches Fachwerkstädtchen, in dem man sich sofort wohlfühlt“.

Von dort aus geht es in Etappe 25 über Billingshausen und Nikolausberg nach Göttingen, wo die Jacobikirche das Ziel ist. Zum Auftakt spaziere man wie auf einem Balkon zum Leinetal entlang der Waldkante im Westhang des Wieters, schreibt Simon. Es geht durch das Bevertal, den Nörtener Wald, das Rodetal und den Göttinger Wald, ehe durch das Luttertal die „schöne Altstadt“ Göttingens erreicht wird.

Eine alternative Strecke (25 a) führt über Bühle, Nörten-Hardenberg und Weende nach Göttingen – für Simon ist dies ein „großartiger, erlebnisreicher Wegabschnitt“. Unter anderem würdigt der Autor das „Fachwerkdörfchen Bühle mit dem schönen Kirchberg“ und die „imposante Burgruine Hardenberg“. Von Göttingen aus geht es in Etappe 26 über Geismar, Diemarden, Reinhausen und Lichtenhagen ins benachbarte Thüringen.

Simons Reiseführer enthält Informationen zum Weg, zu den Sehenswürdigkeiten, zu Anlaufstellen für die Pilgerstempel und zu Übernachtungsmöglichkeiten. Aktualisierungen zum Reiseführer finden sich auf der Internetseite des Verlages www.conrad-stein-verlag.de.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“