Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Als nicht denkmalwürdig eingestuft

Tageblatt-Interview Als nicht denkmalwürdig eingestuft

Kritiker der Schließung des Filmtheaters glauben, dass das Stern durch Aufnahme in den Denkmalschutz hätte gerettet werden können. Katharina Klocke befragte zu diesem Thema Göttingens Baudezernenten Thomas Dienberg.

Voriger Artikel
Zwei Jahrzehnte Filmgeschichte aufbewahrt
Nächster Artikel
„Letzte Ehre erweisen“

Baudezernent: Thomas Dienberg.

Tageblatt: Aus welcher Zeit muss ein Gebäude stammen, um unter Denkmalschutz gestellt zu werden?

Thomas Dienberg: Eine Denkmalausweisung ist primär nicht von der Bauzeit abhängig, sondern von der Wertigkeit des Gebäudes im wissenschaftlichen, künstlerischen sowie städtebaulichen Kontext. In der Regel vergehen allerdings mindestens 30 Jahre bis es zu einer Bewertung der Objekte und Bauepoche kommt.

Wer veranlasst die Aufnahme eines Objekts auf die Liste der Baudenkmäler in Göttingen?
Jeder Bürger kann einen Antrag auf Denkmalausweisung eines Gebäudes beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz (NDL) stellen. Üblicherweise kommen die Vorschläge und Anregungen jedoch aus den Unteren Denkmalschutzbehörden oder dem NLD.

Könnte das aus den 50er Jahren stammende Sterntheater unter Denkmalschutz gestellt und ein Abriss damit verhindert werden?
Hier wurde von einem Göttinger Bürger im Dezember 2010 ein Antrag auf Denkmalausweisung beim NLD eingereicht. Der zuständige Gebietsreferent hat inzwischen das Objekt als nicht denkmalwürdig im Sinne des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes (NDSchG) eingestuft.

Was hält die Stadtverwaltung von Schließung und Verkauf?
Grundsätzlich ist es bedauerlich, dass so eine alte, etablierte Kultureinrichtung schließen muss. Dies ist aber letztendlich die Entscheidung der Eigentümer und Besitzer, auf die die Stadt Göttingen keinen Einfluss hat.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Buntes Varieté-Programm

Das Sterntheater ist geschlossen. Am Montagabend haben sich Eigentümer und Kinobetreiber mit einer Filmvorführung und einem Variété-Programm verabschiedet. 460 Gäste nahmen zum allerletzten Mal in den roten Kinosesseln Platz.

mehr
Bilder der Woche vom 9. bis 15. September 2017