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Weder Häuser noch Golfplatz

Alte Mülldeponie Geismar Weder Häuser noch Golfplatz

Rätselraten in Geismar: Was sollen die vielen orangefarbenen Pfähle an der Duderstädter Landstraße? Weder Neubau noch Golfplatz, beruhigt die Stadtverwaltung.

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Kein Vorzeichen neuer Bauvorhaben: Orangene Pfähle auf einem Pfeld nahe der Duderstädter Landstraße.

Quelle: Mischke

Geismar. Bei den Markierungen auf dem Feld an der Landesstraße 569 handele es sich um Markierungen im Zusammenhang mit Vorarbeiten der Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) wegen der geplanten Stilllegung der früheren Deponie Geismar, erklärt Detlef Johannson, Sprecher der Göttinger Stadtverwaltung. Dazu müsse „sondiert und geschürft, gegebenenfalls auch vermessen werden“.

Projekt beerdigt

Besucher des Osterfeuers in Geismar hatten vermutet, mit den Holzpfählen könne ein künftiges Bauprojekt markiert werden. Tatsächlich war das betreffende Grundstück jahrelang in der Diskussion gewesen – als Gelände für die Anlage eines Golfplatzes. Seit Anfang der 90er Jahre wurde über einen Golfplatz für Göttingen diskutiert, seit 2007 ist „ein öffentlicher Golfplatz“ für Göttingen im „Leitbild 2020“ verankert. Anfang 2015 schien der Wunsch konkrete Formen anzunehmen: Die Göttinger Sport- und Freizeit GmbH (GöSF) plante mit einer Rostocker Firma eine Golfanlage im Süden von Geismar.

Auf 75 Hektar, einer Fläche, die etwa 100 Fußballfeldern entspricht, sollten 18 Golfbahnen um die ehemalige Bauschuttdeponie und in der umgebenden Feldmark entstehen. Eine hitzig und aggressiv geführte Debatte schloss sich an. Zum Schluss setzten sich die Golfplatzgegner durch: Gut ein Jahr nach Bekanntwerden der Pläne wurde das ambitionierte Projekt beerdigt und später auch aus dem Flächennutzungsplan gestrichen.

Zukunft: Rekultivierung

Nun soll die ehemalige, seit langem nicht mehr genutzte Deponie auch formal abgewickelt werden. „Bevor die Fläche endgültig ihren Status als ausgewiesene Deponie verliert“, erläutert Verwaltungssprecher Johannson, „sind entsprechende Fristen wie die Stillstandszeit abzuwarten und Verfahren einzuleiten und durchzuführen. Das ist alles langjährig angelegt, von der Rekultivierung bis zur Entwässerung.“

Zurzeit ist die Fläche entlang des in Nord-Süd-Richtung verlaufenden sogenannten Bruchweggraben abgesteckt. Außerdem wurden auf dem Gelände der ehemaligen Deponie einige Grabungen vorgenommen. Die Zukunft des Bereichs, sagt die Verwaltung, sei weder Bau- noch Golfplatz, sondern die Rekultivierung.

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