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Alte Weihnachtsbäume werden zu Kompost

Als Energieträger verbrannt Alte Weihnachtsbäume werden zu Kompost

Etwa 80 Tonnen ausgedienter Weihnachtsbäume sammelt die Stadt Göttingen in jedem Jahr an etwa 100 Sammelstellen ein. Das Material wird vollständig verwertet: als Energieträger im Kompost und in Blockheizkraftwerken.

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Quelle: CR

Göttingen. Der Berg auf dem Gelände der Abfallverwertungsanlage am Königsbühl ist an diesem Donnerstag groß, „dabei sind das gerade erst Zweifünftel der Gesamtmenge“, sagt Peter Loris, Leiter der städtischen Anlage. Seit Montag sammeln die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) die ausgedienten Tannenbäume ein – am Ende werden es etwa 75 bis 85 Tonnen sein, sagt Loris.

Umgerechnet sind das etwa 15 bis 20000 Bäume, fügt er an. Und die werden in Göttingen seit einigen Jahren „überraschend sauber“ entsorgt: keine vergessene Christbaumkugeln, keine Glitzersterne, auch kein Lametta. „Engelshaar hängt manchmal noch dazwischen, aber das macht uns keinen Ärger.“

Die Tannen werden in einem großen Schredder zerkleinert. Knapp die Hälfte des Materials werde dann mit dem Bioabfall aus der Stadt gemischt und in Rottetunnel geschoben, an deren Ende frischer Kompost herauskommt, so Loris. Als sogenanntes Strukturmaterial lockerten die Tannenreste die feuchte Masse auf, dadurch könne die erforderliche Luft für den Rotteprozess durch strömen.

Auch wenn der Tannenberg vor der Komposthalle zurzeit groß aussieht: Die Weihnachtsbäume decken nur einen ganz kleinen Teil des benötigten Strukturmaterials ab“, sagt Loris. In jedem Jahr würden dafür durchschnittlich 7500 Tonnen Gartenabfall und Strauchschnitt abgegeben, an Strauchschnitttagen gesammelt und zerkleinert untergemischt. Gut die Hälfte der alten Weihnachtsbäume, die gröberen Stücke der Stämme, werde allerdings verbrannt: als Energieträger in einem Blockheizkraftwerk.

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