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Alternative Standorte für Seniorenheim ermitteln

Einzelberg-Fläche Alternative Standorte für Seniorenheim ermitteln

Der Rat der Gemeinde Friedland hat in der jüngsten Sitzung weder zum Thema Seniorenheim in Groß Schneen noch zum vorgeschlagenen Feuerwehrhaus-Neubau in Friedland einen konkreten Planungsbeschluss gefasst. 

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Umstrittener Bauplatz am Einzelberg: Zwischen Dorfrand und Hügel soll bis zur Höhe dieses Weges das Heim entstehen.

Quelle: Hinzmann

Friedland . Vielmehr wurden beide Themen auf Vorschlag des Verwaltungsausschusses (VA) so modifiziert, dass sie künftig grundsätzlich erörtert werden können. Vom Tisch sind damit weder der Neubau eines Heimes unterhalb des Einzelberges noch der mit 1,7 Millionen Euro veranschlagte Gerätehaus-Neubau.

So entschied sich der Rat bei drei Enthaltungen dafür, den Flächennutzungsplan der Gemeinde nach möglichen Standorten für ein Seniorenheim zu untersuchen. Überdies solle nach Vorliegen der Ergebnisse mit dem Investor Sven Tilch öffentlich darüber diskutiert werden, was er zu bauen beabsichtigt. Die von den zahlreichen Zuhörern beklatschten Vorschläge, bei der Suche nach Standorten die kleinen Dörfer und vor allem den bisher angepeilten Bauplatz am Einzelberg wegen der vielen Gegenargumente aus der Bevölkerung von vornherein auszuschließen, fanden keine Mehrheit im Rat. Das sei „ein undemokratisches Vorgehen“ kritisierte etwa Wolfgang Meyer-Andres (Grüne), der zugleich beantragte, es möge auch eine Bedarfsanalyse nach neuen Altenheimplätzen erstellt werden. Das hielt Peter Fürst (SPD) für überflüssig, weil der Investor selber wissen müsse, ob das Potenzial für ein neues Heim da sei. Fürst blieb damit aber der einzige Gegner. Jetzt soll die Verwaltung auf eigene Kosten den Bedarf feststellen.

Einstimmig hingegen fiel der Beschluss zum Feuerwehrhaus Friedland aus. Hier hatte der VA vorgeschlagen, zunächst ein Votum aller Feuerwehren der Gemeinde einzuholen. Heike Hildmann (CDU-Fraktion) berichtete zwar, dass beim Treffen aller Ortsbrandmeister ein Neubau favorisiert worden sei, weil „auch die kleinen Feuerwehren immer die großen brauchen werden“ – eine Darstellung, die auch Kreisbrandmeister Karl-Heinz Niesen bestätigte.

Ratsvorsitzender Dirk Böning (CDU-Fraktion) rechnete aber vor, dass der mit 1,7 Millionen Euro bezifferte Neubau jeden einzelnen Friedländer rund 170 Euro kosten werde. Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) betonte zudem, dass die Finanzierung nicht künftigen Generationen aufgebürdet werden dürfe. Die Investition bedeute, dass rechnerisch etwa Grund- und Gewerbesteuer kräftig – um bis zu 20 Punkte ­– steigen müssten.

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Bauausschuss Groß Schneen

Einstimmig hat sich der Bauausschuss des Friedländer Rates am Donnerstagabend, 13. September, dagegen ausgesprochen, in die Planung eines Seniorenheim-Neubaus zwischen dem Südrand des Dorfes und dem Einzelberg einzusteigen (Tageblatt berichtete).

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