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Alternative zu Badeseen und Freibädern

BUND Göttingen organisiert sechsten Leinebadetag Alternative zu Badeseen und Freibädern

Der BUND Göttingen organisiert den sechsten Leinebadetag am Westufer zwischen der Brücke Schiefer Weg und der Eisenbahnbrücke und möchte damit auch auf renaturierungsbedürftige Abchnitte der Leine und anderer Fließgewässer um Göttingen aufmerksam machen.

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Baden ist auch in der Leine möglich. (Archiv)

Quelle: Heller

Göttingen. Seit mehr als zehn Jahren engagiert sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Göttingen für eine naturnahe Gestaltung der Leine. Laut regelmäßigen Tests sei das Baden in der Leine mittlerweile unbedenklich, so der BUND Göttingen.

Die Wasserqualität in der renaturierten Abschnitten sei inzwischen so gut, dass sich dort zahlreiche Tiere, Pflanzen und Kleinstlebewesen wieder wohlfühlen. Am bundesweiten Geo-Tag der Natur wiesen Experten und Naturfreunde bei einer rund eineinhalbstündigen Exkursion mit dem BUND Göttingen und der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen (BSG) 116 Pflanzen- und Tierarten an der Leine nach.

Aus diesem Grund veranstaltet der BUND Göttingen ein gemeinsames Anbaden in der Leine. Am Sonntag, 6. August, ab 15.30 Uhr soll es so weit sein. Der Treffpunkt liegt am Westufer der Leine zwischen der Brücke Schiefer Weg und der Eisenbahnbrücke.

Dort sei auch die beste Bademöglichkeit, bestätigt Ricarda Prüßner vom BUND Göttingen. Andere Stellen seien dagegen weniger gut geeignet, da es sich entweder um renaturierte Abschnitte handle oder die Flußgeschwindigkeit zu groß sei.

"Dass das Baden in Flüssen eine schöne Altenative zu Badeseen und Schwimmbädern darstellt, ist  in den Köpfen der Bürger noch nicht angekommen", sagt Prüßner. Allgemein sei es erlaubt, in deutschen Flüssen zu baden. Dieses bestätigt auch Detlef Johannson von der Stadt Göttingen:

"Das Baden in der Leine ist nicht verboten." Dieses sei jedoch immer auf eigene Gefahr, warnt Prüßner. An Flüssen finde im Gegensatz zu Badeseen und Schwimmbäderen keine Überwachung zum Schutz der badenen Personen statt. Das besagte Ufer an der Leine wird zwar zum Sonnen oder für Feiern genutzt, aber selten zum Baden. "Genau das ist auch der Grund, warum wir zum Leinebadetag aufrufen", fügt Prüßner hinzu.

Außer dem Anbaden soll es am Leinebadetag verschiedene Aktionen für sämtliche Altergruppen rund um das Thema Wasser  geben. Exkursionen von und für Kinder sind ebenso geplant wie Führungen in den renaturierten Bereich der Leine.

Daher treffen sich die Kindergruppen des BUND  zur Vorbereitung bereits am 5. August. Außer den Bademöglichkeiten an der Leine brauche die Natur aber noch mehr Raum, um sich zu entfalten, so der BUND Göttingen. Viele Bereiche seien noch noch immer von kanalartigen Strukturen, hoher Fließgeschwindigkeit und artenarmem Bewuchs geprägt.

Die bisher bestehenden renaturierten Bereiche reichten daher nicht aus. Die Eigendynamik und Vielfalt eines lebendigen Flusses sollte auch dort wiederbelebt werden. Denn das nütze nicht zuletzt der Natur, sondern vor allem den Menschen. Daher stehe der 6. Leinebadetag des BUND Göttingen auch unter einem besonderem Motto: "Weitere Abschnitte der Leine und anderer Fließgewässer in und um Göttingen müssen renaturiert werden."

nas

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