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Am Groner Tor kracht es am häufigsten in Göttingen

Unfallschwerpunkte Am Groner Tor kracht es am häufigsten in Göttingen

3864 Verkehrsunfälle hat die Polizei im Jahr 2014 in der Stadt Göttingen erfasst – etwas weniger als ein Jahr zuvor. Dabei wurden 684 Menschen verletzt. Ein Autofahrer starb. Torsten Moschkau von der Polizeiinspektion Göttingen hat jetzt die Unfallschwerpunkte ermittelt.

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Unfallschwerpunkt Groner Tor in Göttingen.

Quelle: Heller

Göttingen. Demnach kracht es am häufigsten am Groner Tor, an der Kaufpark-Kreuzung und am Geismar Tor. Insgesamt hat Moschkau mit seinen Kollegen neun Unfallschwerpunkte ausgemacht – und überlegt, wie man die Zahl der Unfälle senken könnte.

  • Groner Tor: 56 Unfälle mit 13 Leichtverletzten. Viele Unfälle, viele Ursachen. Die Kreuzung werde teilweise umgebaut, wenn der E-Radschnellweg fortgeführt werde, sagt Moschkau. Vielleicht verbessere sich die Situation dann.
  • Kaufpark-Kreuzung (Kasseler Landstraße/Siekhöhenalle): 32 Unfälle mit fünf Leichtverletzten. Dort gibt es vermehrt Auffahrunfälle, wenn Autofahrer aus der Innenstadt kommend rechts in Richtung Kaufpark abbiegen wollen. Aus Richtung Rosdorf kommend gilt jetzt Tempo 50.
  • Geismar Tor: 26 Unfälle mit acht Leichtverletzten. Einer der Verkehrsknotenpunkte, sagt Moschkau. Oft würden Radfahrer von Autofahrern übersehen, hinzu kämen Auffahrunfälle.
  • Kreuzung Groner Landstraße/Bahnhofsallee: 25 Unfälle mit einem Schwerverletzten. Dort gibt es vermehrt Auffahrunfälle.
  • Kreuzung Berliner Straße/Godehardstraße: 23 Unfälle mit sieben Leichtverletzten. Autofahrer, die aus Richtung Waageplatz kommen, übersehen dort häufiger Fußgänger oder Radfahrer beim Linksabbiegen. „Deswegen wurde an der Ampel jetzt ein Schutzblinker installiert“, sagt Moschkau.
  • Weender Tor: 19 Unfälle mit sechs Leichtverletzten. Diese Zahl sei für eine solch große Kreuzung eigentlich „relativ gut“, erklärt Moschkau.
  • ! Kreuzung Berliner Straße/Goetheallee: 17 Unfälle mit fünf Leichtverletzten. Dort gab es viele Auffahrunfälle, wahrscheinlich wegen der Haltelinie einige Meter vor der Ampel. Die Markierung wurde entfernt, das dazugehörige Schild auch.
  • B 27/Knochenmühle: 7 Unfälle mit zwei Schwer- und acht Leichtverletzten. Dort übersehen Autofahrer, die aus Richtung Roringen kommen und links abbiegen wollen, häufig entgegenkommende Fahrzeuge. Deswegen soll dort eine neue Ampel installiert werden.
  • Kreisel Godehardstraße/Königsallee: 5 Unfälle mit drei Leichtverletzten. Dort soll womöglich die Verkehrsführung für den Radverkehr geändert werden.

Radfahrer müssen in Göttingen ohnehin besonders gut auf sich aufpassen. Immerhin waren von den 684 verunglückten Menschen im Straßenverkehr 226 Radler. „Das ist eine Baustelle“, sagt Moschkau. Dennoch seien Göttingens Straßen nicht gefährlich, betont der Hauptkommissar, „sondern das, was wir daraus machen“. Er appelliere daher an die Verkehrsteilnehmer, sich „generell rücksichtsvoll und regelkonform“ zu verhalten.

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