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Amirfallah und Schilling komponieren Weihnachtsmenüs für Tageblatt-Leser

Genießen und gut aussehen Amirfallah und Schilling komponieren Weihnachtsmenüs für Tageblatt-Leser

Würstchen, Wild, Gans oder gar nicht?  Weihnachten ist das Fest der Liebe und die geht durch den Magen. Wer noch nicht weiß, womit er seine Lieben zum Fest verwöhnen möchte, der findet hier Tipps. Jacqueline Amirfallah, vom Göttinger Restaurant Gauss und Stephan Schilling vom Schillingshof in Groß Schneen haben für Tageblatt-Leser je ein Festmenü komponiert. Zum Nachkochen – und  zum Genießen.

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Freut sich über das Seeburger Perlhuhn: Küchenchef Stephan Schilling liebt regionale Produkte.

Quelle: Heller

Groß Schneen/Göttingen. Gute Produkte brauchen Zeit. Und mit der Zeit ist das ja so eine Sache. Stephan Schilling mag es gar nicht, wenn man ihn nach einem „schnellen Rezept“ fragt. „Ein Schwein, das schnell gewachsen ist, hat auch nicht die Qualität wie eines, das langsam aufwachsen darf“, erklärt der Küchenchef des Schillingshofs.

Gute Lebensmittel, die noch in Ruhe wachsen oder reifen dürfen, sind eine Herzensangelegenheit für den Koch. Am liebsten greift er zu regionalen Produkten. Und er ist immer auf der Suche nach etwas Neuem, beispielsweise der Belper-Knolle. Rund, hart, mit einem leichten Trüffel-Aroma.  Es ist ein Käse, „der Trüffel des armen Mannes“, lacht Schilling. Über Nudeln oder Rosenkohl gehobelt sei der köstlich.

Die Sorgfalt, die Schilling bei der Wahl seiner Lebensmittel an den Tag legt,  spiegelt sein Menü wider. Er freut sich darüber, dass das Perlhuhn, das bei ihm zum Hauptgang wird, in Seeburg groß geworden ist. „Endlich gibt es einen Züchter in der Region“, sagt er. Schilling weiß genau, wo seine Mango am Baum hing – bei einem Bauer in Spanien, sie musste nicht per Flugzeug importiert werden.

„Erstklassige Produkte zu finden, das ist die große Schwierigkeit“, sagt er. Für sein Tageblatt-Weihnachtsmenü hat Schilling welche gefunden. Trüffel, Perlhuhn, Apfel: der Duft des Winters und Aromen, die das Herz erwärmen.

„Der Kartoffel-Baumkuchen lässt sich prima schon am Vortag vorbereiten“

Weihnachten als Gastgeber in der Küche verbringen? Das muss nicht sein. „Gut aussehen oder Genuss? Das geht auch beides“, sagt TV-Köchin Jacqueline Amirfallah. Sie findet es wichtig,  an den Festtagen  Zeit mit den Freunden und der Familie gemeinsam am Tisch zu verbringen – und nicht verschwitzt in der Küche zu stehen.  „Gut kochen und trotzdem Zeit und Spaß haben, das schließt sich bei diesem Menü nicht aus“,  sagt sie.

Die Suppe aus Esskastanien beispielsweise. Die Maroni können vorgegart gekauft werden, mit Zwiebeln angebraten,  mit Brühe aufgekocht und püriert ergeben sie die Grundmasse für ein seidiges Süppchen. „Die Masse kann man einfrieren und zum Essen nur mit Brühe und etwas Sahne aufmixen. Amirfallah hat die Vorspeise in wenigen Minuten fertig, schmeckt sie ab.

Schmeckt noch mal ab. Dann nimmt sie ein wenig Kreuzkümmel, schmeckt wieder ab und ist erst dann zufrieden. Amirfallah wäre nicht Amirfallah, wenn nicht irgendwo ihre iranischen Wurzeln durchblitzten.

Auch der Hauptgang, butterzartes Rehfilet, bekommt mit Pistazien  eine kleine exotische Note. Auch hier setzt sie auf Vorbereitung: „Der Kartoffel-Baumkuchen lässt sich prima schon am Vortag vorbereiten“, so die Küchenchefin.
Rund um ihren Herd duftet es  herrlich weihnachtlich nach Esskastanien, Orangen, Quitten, gebratenem Fleisch. Binnen einer halben Stunde hat sie – mit guter Vorbereitung – alle drei Gänge angerichtet und serviert.

Weihnachtsmenüs zum Nachkochen

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