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Ampel, aber keine grüne Welle

Gewerbegebiet Ampel, aber keine grüne Welle

Noch eine Ampel, aber keine grüne Welle wird es künftig zwischen Kaufpark und Groß Ellershausen geben. Das erfuhr der Groner Ortsrat von Verwaltungsmitarbeiterin Martina Welslau. Die Ampel soll das geplante Gewerbegebiet am Talgraben erschließen. Ein Investor will dort einen Cash&Carry-Markt errichten. Es wird eine separate Rechtsabbiegespur geben.

Autofahrer müssen an der Ampel maximal 40 Sekunden warten, kündigte Welslau von der städtischen Bauverwaltung an. Das sei hinnehmbar. Denn wer von Norden kommend von der Autobahn abfahre und in Richtung Dransfeld wolle, müsse schon heute öfters lange warten.

Die Straße, die das Gewerbegebiet erschließen wird, folgt dem bereits bestehenden Feldweg. Der Ausbau soll am Talgraben enden. Eine Durchfahrmöglichkeit auf dem Weg Richtung Naturfreundehaus und Springmühle wird nicht geschaffen. 

Welslau teilte zur Überraschung des Ortsrats mit, dass die Straße so ausgelegt werde, dass sie künftig als Autobahnauffahrt weiter Richtung Norden geführt werden könnte. Konkrete Pläne gebe es nicht, versicherte die Verwaltungsmitarbeiterin. „Wir hätten da auch große Bedenken“, gab Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr (SPD) zu Protokoll.

Am Ende der Erschließungsstraße ist ein Regenrückhaltebecken geplant, damit bei Niederschlag nicht zusätzliches Wasser in den Talgraben fließt. In der Vergangenheit hatte es im Bereich des Kaufparks bereits einmal eine Überschwemmung gegeben. Damals war allerdings weniger die Menge des Wassers das Problem, als vielmehr ein verstopfter Durchlass, betonte die Verwaltungsmitarbeiterin. Das Schmutzwasser wird aufgefangen und zur Dransfelder Straße – die Gewerbefläche hat einen Höhenunterschied von zwölf Metern – hinauf gepumpt.

Die Höhe der Gebäude wird sich auf 16 Meter belaufen. Zum Talgraben hin können sie bis zu 22 Meter hoch werden. Mit einem 25 Meter hohen Werbepylon dürfen die Firmen auf sich aufmerksam machen. Als Ausgleichsmaßnahme sollen unter anderem auf einer städtischen Fläche an der Ebersdorfer Straße 50 Obstbäume gepflanzt werden. Über das Gewerbegebiet entscheidet der Verwaltungsausschuss der Stadt am heutigen Montag, 20. April, abschließend.

                                                                                                                          Von Michael Caspar

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