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Amphibienwanderung in der Region Göttingen setzt ein

Kriechende Kröten Amphibienwanderung in der Region Göttingen setzt ein

Auf den Weg zu ihren Brutstätten haben Vögel bei Straßenüberquerungen einen entscheidenden Vorteil: sie können fliegen. Amphibien hingegen müssen sich unterwegs zu ihren Laichgewässern oft direkt über eine gefährliche Fahrbahn wagen.

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Quelle: Pleul/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Bald ist es wieder soweit. Kaum herrschen über längere Zeit Temperaturen über fünf Grad und ausreichend feuchtes Wetter, beginnen die Tiere mit ihrer Wanderung. In Region und Stadt werden deshalb Schilder sowie Amphibienzäune aufgestellt und einige Straßen zu den Hauptwanderzeiten gesperrt.

Bereits während der Kaulquappenphase erfolgt die Prägung auf das Laichgewässer, erklärt Uwe Zinke vom Naturschutzbund (Nabu) Göttingen. Zur Fortpflanzung kehren viele Amphibien an ihren Geburtsort zurück – auch wenn auf der Wanderroute eine Straße gebaut worden ist. Kröte und Co sterben aber nicht unter, sondern auch neben den Fahrzeugen. Selbst der geschwindigkeitsabhängige Strömungsdruck der Autos tötet die Tiere, teilt der Nabu mit. Die Organisation bittet deshalb, auf Straßen und Wegen mit Amphibienwanderungen Tempo 30 nicht zu überschreiten. Aufzupassen sei auch auf die freiwilligen Helfer, welche die Tiere über die Straße tragen.

Der Schwerpunkt der Wanderungen in Göttingen soll laut Stadtsprecher Detlef Johannson „wie in jedem Jahr im Bereich der Otto-Hahn-Straße liegen“. In Weende lässt die Verwaltung daher im Rahmen des vorbeugenden Tierschutzes Hinweisschilder aufgestellt. In den Abendstunden soll der Weg zur Billingshäuser Schlucht abgesperrt werden.

Im Landkreis lässt die Kreisverwaltung in den Hauptwandernächten jeweils von 19 bis 6 Uhr vier Straßenabschnitte voll sperren: zwischen Klein Schneen und Friedland, zwischen Gelliehausen und Appenrode, Dahlheim Richtung Nieste sowie die Gemeindestraße „Auf dem Osterberg“ in Bilshausen.

Umleitungen von wenigen Minuten seien ausgeschildert, teilt der Landkreis mit. Die Verwaltung bittet für diese Beeinträchtigung um Verständnis, da nur so ein effektiver Amphibienschutz möglich sei. An allen weiteren Straßenabschnitten mit Amphibienwanderung sollen Warnschilder aufgestellt oder Tempo 50 angeordnet werden. Dies soll jeweils nachts von 19 bis 7 Uhr gelten.

Von Friedrich Schmidt

Weitere Informationen – auch für Interessierte, welche die Maßnahmen zum Amphibienschutz unterstützen wollen – bei der unteren Naturschutzbehörde unter

Telefon 05 51 / 52 54 49 oder

beim Göttinger Nabu unter

Telefon 05 51 / 6 86 37 und

im Internet amphibienschutz.de

 
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