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Amtsgericht Göttingen: Falsche Aussage kostet 2000 Euro

Nötigung im Straßenverkehr Amtsgericht Göttingen: Falsche Aussage kostet 2000 Euro

Mit Geldstrafen von je 100 Tagessätzen zu je 20 Euro (2000 Euro) hat das Amtsgericht Göttingen gegen zwei der vier Angeklagten deren Falschaussagen vor Gericht geahndet. Es ging damit sogar über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus. Zwei weitere Angeklagte, die zu einem der beiden Prozesstage nicht gekommen waren, müssen sich jeweils in separaten Verfahren verantworten.

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Mit Geldstrafen von je 100 Tagessätzen zu je 20 Euro (2000 Euro) hat das Amtsgericht Göttingen gegen zwei der vier Angeklagten deren Falschaussagen vor Gericht geahndet.

Quelle: dpa

Göttingen. Die 21 und 28 Jahre alten Männer aus Hann. Münden hatten in einem Strafverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr fälschlich einen Freund, den damaligen Angeklagten, zu entlasten versucht.

Dieser hatte 2013 auf der Autobahn 7 zwischen Nörten-Hardenberg und Göttingen ein auf dem Überholfahrstreifen fahrendes Göttinger Ehepaar mit Lichthupe bedrängt, sie danach überholt, sich mit seinem BMW vor sie gesetzt und sei verkehrsgefährdend ausgebremst. Später behaupteten die vier jetzigen Angeklagten, sie hätten den Vorfall gesehen, weil sie im Konvoi gefahren seien. Sie schilderten das Ausbremsen aber genau anders herum.

Das war eine Lüge, um den Freund zu entlasten, urteilte jetzt das Amtsgericht. Schon die Staatsanwältin argumentierte, dass nichts für die Wahrheit ihrer Schilderungen spreche. Kein Zeuge hatte ein zweites Auto (mit den Angeklagten) bemerkt, auch der Drängler hatte nicht davon gesprochen, als er angehalten wurde.

Sich überholende Lastwagen, wie die Angeklagten behaupteten, könne es an einem Sonntag auch kaum auf der A 7 gegeben haben. Und keiner konnte berichten, was er erlebt hatte, obwohl alle zusammen zuvor im Rastiland gewesen sein wollen. „Sie waren an dem Tag werweißwo, aber nicht im Rastiland“, begründete Richter Oliver Jitschin seinen Schuldspruch.

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