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Anbau für IGS Bovenden schon ab Herbstferien

4,5 Millionen Euro Investitionen Anbau für IGS Bovenden schon ab Herbstferien

Die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Bovenden bekommt für etwa 4,5 Millionen Euro einen Anbau. Der Landkreis Göttingen will schon im Herbst dieses Jahres mit einem ersten Teilanbau starten, damit zusätzliche Räume zum Schuljahr 2012/13 auf jeden Fall fertiggestellt sind. Darüber hinaus soll das Projekt über zwei Jahre gestreckt finanziert und realisiert werden.

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Viele Anmeldungen: Die IGS Bovenden bekommt einen Anbau für mehr Fach- und Klassenräume.

Quelle: Theodoro da Silva

Seit die frühere Haupt- und Realschule stufenweise in eine IGS umgewidmet wird und immer mehr Anmeldungen registriert, herrscht dort ein extremer Fachräume-Mangel. Eltern, Lokalpolitiker und die Schule selbst hatten zuletzt immer lauter darüber geklagt.

2009 war die neue IGS mit fünf Klassen im fünften Jahrgang gestartet – beantragt und getragen vom Landkreis Göttingen. „Die Politik wusste, worauf sie sich bei einer fünfzügigen Schule an diesem Standort einlässt“, sagte Kreisschuldezernent Franz Wucherpfennig jetzt im Schulausschuss des Kreistages. Es sei von Beginn an klar gewesen, dass die Räume der Schule nicht ausreichen würden, vor allem die Fachräume. „Es reicht hinten und vorne nicht“, bestätigt die Schulleiterin Dagmar Dettleff-Rohmann Wucherpfennigs Angaben. Um alle Klassen unterzubringen, seien etliche Fachräume in normale Klassenräume umgewidmet worden. Folge: Es gebe zurzeit zum Beispiel keine Bücherei, keinen Kunstraum und zu wenig entsprechend ausgestattete Fachräume für Naturwissenschaften. Zurzeit behelfen sich Schulträger und Schule mit gemieteten mobilen Raum-Containern auf dem Hof. Zuvor hatte der Kreis bereits für etwa 200 000 Euro eine Mensa für den Ganztagsbetrieb mit Mittagessen einrichten lassen.

Inzwischen zeichne sich ab, dass sich die große Schüler-Nachfrage für die kommenden Jahre „stabilisiert“, so Wucherpfennig. Die Kreisverwaltung plane daher einen Anbau an der hinteren Gebäudeflanke. Dort sei auf dem Grundstück ausreichend Platz. Nach ersten Berechnungen werde das etwa 4,5 Millionen Euro kosten, die in zwei Abschnitten mit 2,8 und 1,7 Millionen Euro finanziert werden könnten. „Ein Jahr kriegen wir gerade noch so hin“, sagte Dettleff-Rohmann im Ausschuss.

Dass die Schule dann aufatmen kann, wird jetzt immer wahrscheinlicher. Nach dem Schulausschuss hat jetzt auch der Wirtschaftsausschuss des Kreistages Tempo in das Projekt gebracht: Laut Mehrheitsbeschluss in beiden Gremien sollen schon im Etat für dieses Jahr 80 000 Euro für die konkrete Planung eingestellt werden. Zusätzlich sollen 1,4 Millionen Euro für erste Bauarbeiten ab Herbstferien bereit gestellt werden. Über den Etat 2011 muss abschließend der Kreistag entscheiden.

Warum es immer enger wird

Seit 2009 wird die bisherige Haupt- und Realschule in Bovenden schrittweise in eine IGS überführt. In den beiden ersten Jahrgängen fünf und sechs sind jeweils 267 Schüler angemeldet. In jedem Jahrgang gibt es fünf Klassen – teilweise mit Integrationskindern. Auch für den neuen fünften Jahrgang erwarte sie wieder fünf volle neue Klassen“, sagt Schulleiterin Dagmar Dettleff-Rohmann. Schon jetzt gebe es sehr viele Voranfragen. Dass es immer enger wird, habe aber auch einen Zusatzgrund: Jährlich kämen fünf neue Klassen. Weil die vorherige Haupt- und Realschule aber weniger Schüler hatte, würden immer nur drei Klassen abgehen und Räume frei machen. Zudem sei der Raumbedarf für ein IGS-Konzert mit kleinere Gruppen und individuelle Förderung größer.

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