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Angeklagter verlobt sich in Göttinger U-Haft

Prozess um Giftanschläge Angeklagter verlobt sich in Göttinger U-Haft

Im Prozess um die Giftanschläge eines verlassenen Ehemannes auf seine Ex-Frau hat der Angeklagte am Dienstag mit einer Überraschung aufgewartet. Der 44-Jährige verkündete, dass er sich kürzlich in der Untersuchungshaft mit seiner neuen Freundin verlobt habe.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Diese Verlobung hat auch Folgen für den Prozess: Das Gericht hatte eigentlich die neue Lebensgefährtin als Zeugin befragen wollen. Diese kann sich nun auf ein Zeugnisverweigerungsrecht berufen – was sie dann auch am Dienstag tat.
Der Angeklagte hatte seine jetzige Verlobte im September bei einer Oktoberfest-Veranstaltung in Göttingen kennengelernt. Vier Monate vorher hatte seine Ehefrau ihm eröffnet, dass sie sich von ihm trennen wolle. Zum Beginn des Prozesses hatte der 44-Jährige angegeben, dass sie seine Traumfrau gewesen sei und er sie habe zurückgewinnen wollen. Er habe Lebensmittel mit Blei versetzt, damit es ihr schlecht ging und er sich dann um sie kümmern könnte. Als klar war, dass sie nicht zu ihm zurückkehren würde, habe er sie mit Quecksilber umbringen wollen.

 
Laut Anklage soll er die Quecksilber-Anschläge bis in den Monat Oktober hinein verübt haben, also auch dann noch, als er bereits eine neue Freundin hatte. Ihr Vorname taucht auch in einer Liste auf, die bei der Auswertung seiner Computerdaten das Interesse der Ermittler weckte. Offenbar hatte der Angeklagte jahrelang über seine sexuellen Eroberungen Buch geführt und die Liste fortlaufend nummeriert und aktualisiert. nie

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