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Angersteiner Bernhard Keller zurück von Erinnerungsradtour

Begegnung als Geschenk Angersteiner Bernhard Keller zurück von Erinnerungsradtour

„Es war gut, dass ich da war“, diesen Eindruck hat der Angersteiner Bernhard Keller von seiner Radtour zwischen den Jugend-KZ Moringen und Łódź mitgenommen. Mit seiner Tour wollte er die Erinnerung an den Holocaust wachhalten. Am offiziellen Gedenktag erlebte er die Gedenkfeier in Łódź, damals Litzmannstadt, mit.

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Auf dem Weg nach Łódź: Bernhard Keller ist mittlerweile wieder zurück in Angerstein.

Quelle: EF

Angerstein/Łódź. Rund 50 Menschen, darunter eine Gruppe jüdischer Jugendlicher, seien zur Gedenkstätte am Rande des damaligen Ghettos gekommen. Beeindruckt erzählte der Angersteiner von einem Umzug zu einem von drei Eisenbahnwaggons, die im Gedenken an die Deportationen bei der Gedenkstätte aufgestellt sind. Dort verlasen Frauen die Namen der Opfer.

Nach Ansprachen und Kranzniederlegung wurde eine Ausstellung über Deportationen von jüdischen Menschen aus Luxemburg und Trier nach Łódź eröffnet. Hier erfuhr Keller, der Radler für die Erinnerung, dass keiner mehr weiß, wo genau die Jugendverwahranstalt Litzmannstadt war.

Als „zusätzliches Geschenk“ empfand Keller das Gespräch mit einem Juden, der 1946 in Łódź zur Welt kam. Seine Eltern seien Überlebende des Holocaust. Als Medizinisch Technische Assistentin (MTA) habe seine Mutter mit 20 Jahren in Litzmannstadt gearbeitet. Die Organisatorin der Gedenkausstellung will nach ihren Wegen dort forschen.

Keller stellt sich vor, dass seine Fahrt für die Erinnerung in eine Jugendbegegnungs-Radtour mit polnischen und deutschen Jugendlichen mündet, um das Erinnern an das Unrecht wachzuhalten. Er selbst saß einen Tag nach dem Gedenktag nach einer Nacht im Zug wieder an seinem Arbeitsplatz in Wolfsburg. Der Angersteiner hofft, dass er mit seiner Tour zur Auseinandersetzung mit einem schrecklichen Kapitel der deutschen Vergangenheit beigetragen hat.

Von Ute Lawrenz

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