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Anti-Neonazi-Fest eint Güntersen

Helfer haben 5000 Arbeitsstunden investiert Anti-Neonazi-Fest eint Güntersen

Bei einer Abschlussparty für Helfer haben die Günterser noch einmal auf das im Ort gefeierte Frühlingsfest zurückgeblickt. Zu dem Anti-Neonazi-Fest unter dem Motto „Bunt statt braun“ waren Ende Februar rund 2000 Besucher in das 700-Einwohner-Dorf gekommen.

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Anti-Neonazi-Fest im Februar: Partystimmung auf der Günterser Hauptstraße mit Walking Acts vom Deutschen Theater Göttingen.

Quelle: Heller

Güntersen. Auch die Abschlussparty mit DJ im Gasthaus Kesten mit fast 100 Fest-Helfern fiel nicht gerade klein aus. Seit September hatten die Helfer das Fest am 28. Februar vorbereitet, bis zum 2. März wurde aufgeräumt. Fast 5000 Stunden hätten die Ehrenamtlichen investiert, heißt es in einer Mitteilung.

Man habe Hilfe von allen Seiten gehabt, betonte der Vorsitzende des Festkomitees, Bernd Lehr, in seiner Begrüßungsrede zum Helferfest. Auch von unerwarteter Seite sei Hilfe gekommen. Sei ein Problem aufgetaucht, habe es sofort zwei bis drei Personen gegeben, die eine Lösung gefunden und mit angepackt hätten.

Besonders hob Lehr Robert Scholle hervor, der sich in unermüdlicher Kleinarbeit bei Kälte und Schneetreiben um elektrische Verkabelungen, Schaltkästen und Steckverbindungen gekümmert habe – trotz einer Grippeerkrankung, die ihn dann daran hinderte, selbst am Fest teilzunehmen.

Lehr wie auch Ortsbürgermeister Norbert Hasselmann (Grüne) betonten die Bedeutung des Festes für den Ort selbst. Die Dorfgemeinschaft sei dadurch „auf eine ganz und gar unerwartete Weise“ zusammengeschweißt worden. Mit dem Fest, bei dem auf drei Bühnen Musikgruppen auftraten, hatten Günterser und die Besucher Flagge gegen Neonazis und auch gegen Rockerbanden zeigen wollen.

Anlass für das Fest war ursprünglich ein für den Tag geplanter Neonazi-Aufmarsch im Ort. Der wurde schließlich abgeblasen, als der Landkreis Göttingen mit einem Verbot drohte. Ihr als Gegenmaßnahme geplantes Fest zogen die Günterser trotzdem durch – und erhielten dabei viel Unterstützung aus der Region und auch darüber hin-aus.

Sorgen hatte den Güntersern vor dem Fest auch das Auftreten der im vergangenen Jahr verbotenen Göttinger Hells-Angels-Gruppe im Dorf bereitet.

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