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Antrag im Göttinger Rat: Klingebiel-Zelle für die Universität

"Komplettes Raumkunstwerk" Antrag im Göttinger Rat: Klingebiel-Zelle für die Universität

Die Klingebielzelle soll in die geschichtliche Sammlung der Universität übergeben werden: Dieser Vorschlag ist Gegenstand eines Antrags, den SPD und Grüne in die nächste Sitzung des Rates der Stadt Göttingen einbringen. Das Denkmal soll „als komplettes Raumkunstwerk“ öffentlich zugänglich“ gemacht und dabei wissenschaftliche begleitet werden.

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Quelle: Archiv (Symbolfoto)

Göttingen. Die Klingebielzelle ist von dem Psychiatriepatienten Julius Klingebiel überwiegend in den 50er Jahren bemalt worden. Die Wände sind flächendeckend mit expressionistisch-naiven Kunstwerken überzogen, sie steht unter Denkmalschutz. Das so genannte Feste Haus für Psychiatriepatienten auf dem Leineberg wird Ende des Jahres aufgegeben, ein Neubau bezogen. Die Zukunft der Zelle ist ungewiss.

Die Stadtverwaltung soll nun Gespräche mit der Universität führen und ein zeitgemäßes Konzept estellen, heißt es in dem Antrag. „Die Wandmalerei der Klingebiel Zelle repräsentiert nicht nur den kunsthistorischen Aspekt sondern auch den psychiatriehistorischen Aspekt“, so die Fraktionsvorsitzenden Rolf Becker (Grüne) und Frank-Peter Arndt (SPD).

Die Ausstellung der Zelle könnte „eine Bereicherung für die Universität und für die Stadt Göttingen sein.“ Die Sitzung des Rates beginnt am Freitag, 16. Juli, um 16 Uhr im Neuen Rathaus.

epd

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