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Anwohner der Stresemannstraße Göttingen protestieren

„Gefährliche Verkehrssituationen“ Anwohner der Stresemannstraße Göttingen protestieren

Seit Jahrzehnten schwelt nun schon ein Konflikt zwischen den Anwohnern der Stresemannstraße in der Göttinger Weststadt und der Stadtverwaltung. Zu viele Lkw nutzten die Straße trotz Durchfahrverbot, dazu kämen zahlreiche Autofahrer, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer halten, klagen die Anlieger.

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Seit Jahrzehnten schwelt nun schon ein Konflikt zwischen den Anwohnern der Stresemannstraße in der Göttinger Weststadt und der Stadtverwaltung.

Quelle: Heller

Göttingen. Ergebnis seien viele gefährliche Verkehrssituationen, denen auch sich die Anwohner tagtäglich ausgesetzt sehen.

Die Stadtverwaltung hat nun reagiert und vergangenen Dienstag zu einer Anliegerversammlung geladen, um verschiedene Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung zu erläutern und mit den Anwohnern zu diskutieren. Sieben Varianten hat die Verwaltung ausgearbeitet. Sie reichen von kostengünstigen Ideen, wie dem Einrichten von wechselseitigen Parkzonen, bis zu kostenintensiven, wie dem Abpollern der Gehwege.

Auch der Bau eines Wendehammers und eine damit verbundene Umwidmung der Stresemannstraße zur Sackgasse ist im Gespräch.

Während der Versammlung wird schnell klar: Einig sind sich die Anwohner der Stresemannstraße nicht. Die anliegenden Gewerbetreibenden sind gegen die Sackgassen-Lösung – ihr Lieferverkehr müsse durchkommen. Den Anwohnern hingegen geht zum Beispiel die Einrichtung der Parkzonen nicht weit genug.

Die Reaktionen sind teilweise emotional – schnell wurde immer wieder auch laut diskutiert. Von Angst berichten einige, Angst um sich selbst, vor allem aber auch Angst um die Kinder, die auf den schmalen Gehwegen in Gefahrensituationen kommen, wenn Autofahrer den Gehweg mitbenutzen.

Abgegrenzte (Abpollern) Gehwege wäre daher ein guter Anfang, findet Anwohnerin Katja Patolla. „am besten gleich morgen“. Dann würden die schon engen Wege allerdings noch schmaler: eine Breite von 0,8 bis 1,1 Meter wäre die Folge – für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen kein Durchkommen.

Der Bauausschuss des Rates schlägt dazu noch eine Höhenbegrenzung und eine Beschilderung vor, die früh vor der Stresemannstraße auf das Durchfahrtsverbot für Lkw hinweist.
Eine abschließende Lösung wurde nicht gefunden, aber Besucher zeigten zuversichtlich nach der ersten Runde: „Ich find das ziemlich toll, aber ich hoffe, dass es jetzt nicht wieder 30 Jahre dauert“, meint Patolla.

Von Bennie Köster

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